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Freibad Wolfstal öffnet

Für das Badevergnügen im Wolfstal müssen die Gäste tiefer in die Tasche greifen. Dafür gibt es aber einige Vergünstigungen.

© Dietmar Thomas

Von Elke Braun

Roßwein. Es ist eine Krux mit dem Wetter. „Hätten wir die Eröffnung des Freibades schon für einen früheren Zeitpunkt geplant, wäre es jetzt bestimmt nicht so heiß“, sagt der Roßweiner Badchef Jens Göhler und lacht. Aber in diesem Jahr sei an einen früheren Start in die Freibadsaison einfach nicht zu denken gewesen. Das hängt wiederum mit dem Wetter zusammen. „Es war in diesem Frühjahr so lange sehr kalt, dass sich im Becken eine 15 Zentimeter dicke Eisschicht gebildet hatte“, so Göhler. Bis diese getaut ist, dauert es seine Zeit, zumal das Wolfstal im Schatten liegt. „Deshalb und weil wir in Roßwein eine gut funktionierende Schwimmhalle haben, entschieden wir uns für den späteren Saisonstart.“

Stars im Strampler aus Döbeln
Stars im Strampler aus Döbeln

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Während der Winterpause ist im Freibad eine neue Motorentechnik eingebaut worden, die sowohl die Solaranlage betreibt, als auch das Wasser für das Kinderplanschbecken durch die Filter schickt. Mittlerweile sind bereits 21 Jahre seit der Sanierung des Bades vergangen. „Da muss auch an die Werterhaltung gedacht und Technik von Zeit zu Zeit erneuert werden“, sagt Göhler.

Am Dienstagabend haben die Schwimmer des Roßweiner Vereins die Außenanlagen in Schuss gebracht, Unkraut beseitigt und Sträucher geschnitten. „Die Volleyballer kümmern sich um den Ballplatz und halten ihn in Ordnung. Die Unterstützung durch die Vereine möchten wir nicht missen, das ist ein großes Stück Arbeit“, so der Badchef.

Täglich offen

Die Öffnungszeiten des Freibades sind ab Sonnabend in der Vorsaison von Montag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr und Sonnabend und Sonntag von 10 bis 20 Uhr.

Mit den Sommerferien beginnt am 30. Juni die Hauptsaison. Dann ist das Bad täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Die Schwimmhalle bleibt ab 9. Juni geschlossen.

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Wegen der großen Hitze an den Tagen vor der Eröffnung sei die Erhaltung der Wasserqualität mit großem Aufwand verbunden. „Viel Sonne bedeutet auch viele Algen. Da müssen wir schon hinterher sein“, so Jens Göhler. Aber dafür konnte immerhin am Dienstag bereits eine Wassertemperatur von 22 Grad gemessen werden. Die Wasserproben wurden am Montag entnommen, sodass die Ergebnisse rechtzeitig vor der Eröffnung vorliegen. Am Freitag erfolge dann die allgemeine Abnahme durch das Gesundheitsamt. Dann können die Badegäste am Sonnabend ab 10 Uhr zum ersten Mal ins Wasser springen.

Um die Versorgung der Badegäste mit Speisen und Getränken wird sich auch in diesem Jahr wieder Thomas Kretschmer mit seinem Team kümmern. „Im vergangenen Jahr hat das gut geklappt, der Kiosk war immer geöffnet“, so Göhler. Mit dem vorherigen Pächter gab es Probleme, da dieser eine durchgängige Öffnungszeit nicht immer gewährleisten konnte.

Ein kleiner Wermutstropfen sind die gestiegenen Eintrittspreise. Der Stadtrat hatte sie bereits im Oktober vergangenen Jahres beschlossen. Im Freibad Wolfstal schlagen sie nun zum ersten Mal zu Buche. „Es ist vor allem die Preisentwicklung für Strom, Wasser und Personal, die sich bemerkbar macht. Deshalb war die Anpassung unausweichlich“, so Göhler. Im Schnitt steigen die Preise um 50 Cent bei den Einzeltickets. So kostet eine Tageskarte für Erwachsene 4 Euro, statt bisher 3,50 Euro, ermäßigt 3 Euro, statt bisher 2,50 Euro und für Kinder ab vier Jahren 2 Euro, statt bisher 1,50 Euro. Eine Familien-Tageskarte ist für 10 Euro, statt für 8 Euro zu haben. Dafür haben ab sofort Kinder unter 4 Jahren freien Eintritt (vorher Kinder unter 3 Jahren).

Sparen können die Badbesucher durch den Erwerb von Zehnerkarten. Die gibt es dieses Jahr erstmals auch für den Abendtarif. Sie kostet 21 Euro und berechtigt zum Eintritt ins Bad ab 17 Uhr, eine Einzelkarte im Abendtarif kostet 2,50 Euro. Für eine Zehner-Tageskarte müssen die Badegäste ab sofort 34 Euro bezahlen. Besonders für Schulen und Kindereinrichtungen interessant ist der Gruppentarif, der ab zehn Kindern wirksam wird. Dieser wurde von 1 Euro auf 1,50 Euro pro Kind angehoben.