merken

Freistaat sucht fahrradfreundliche Kommunen

Der ADFC Sachsen begrüßt den Wettbewerb und hofft, dass er auch Anreize für weitere Aktivitäten setzt.

Der Freistaat Sachsen sucht die fahrradfreundlichste Kommune des Landes.
Der Freistaat Sachsen sucht die fahrradfreundlichste Kommune des Landes. © Symbolfoto: Claudia Hübschmann

Sachsen. Zum ersten Mal sucht der Freistaat Sachsen die fahrradfreundlichste Kommune des Landes. Der Sächsische Fahrradpreis 2019 soll an eine Kommune gehen, die sich in besonderem Maße für die Förderung des Radverkehrs einsetzt. Gleichzeitig soll der vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) ausgelobte Preis Anreize für zukünftige Maßnahmen setzen.

„Mit dem Wettbewerb bringt Verkehrsminister Martin Dulig Schwung in die Förderung des Radverkehrs“, ist Konrad Krause, Geschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Sachsen, überzeugt.

Anzeige
Mit voller Kraft ins neue Jahr
Mit voller Kraft ins neue Jahr

Der ISUZU D-MAX ist ein unverzichtbares Arbeitstier für jeden Fuhrpark und ein zuverlässiger Partner für jeden Profi. Jetzt im Autohaus Dresden probefahren!

Noch bis zum 15. März läuft die Bewerbungsfrist zum Sächsischen Fahrradpreis. „Ich bin sehr neugierig auf das Teilnehmerfeld und freue mich auf die Präsentation verschiedenster spannender Rad-Projekte aus Sachsen“, sagt Krause.

Es gibt viele Kriterien, die eine fahrradfreundliche Stadt ausmachen können, ergänzt Krause. Dazu zähle beispielsweise, ob es in der Kommune ein Radverkehrskonzept gibt und wie viel Personal sie für den Radverkehr eingestellt hat. Der ADFC empfiehlt, dass eine Kommune pro 50.000 Einwohner mindestens eine Vollzeitkraft haben sollte, die sich ausschließlich mit dem Radverkehr beschäftigt. Darüber hinaus gebe es auch in Sachsen viele Beispiele, mit denen das Radfahren in der Stadt attraktiver wird.

So hat zum Beispiel die Stadt Bautzen zahlreiche Einbahnstraßen in der Innenstadt für den Radverkehr in die gegenläufige Richtung geöffnet, die Stadt Frankenberg hat im letzten Jahr eine spektakuläre Rad- und Fußwegbrücke gebaut. Für Aufsehen sorgte auch das Aufstellen von Verkehrsschildern in Radebeul, die darauf hinweisen, dass beim Überholen von Radfahrenden ein Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten ist.

Die Jury wird aus Mitgliedern bestehen, die vom Wirtschaftsministerium, dem Innenministerium, der TU Dresden, der Landesverkehrswacht, dem Städte- und Gemeindetag, dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr sowie dem ADFC Sachsen entsendet werden. (SZ)