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Freital erlebt zauberhafte Schlossnacht

Bei lauem Sommerwetter konnten mehr als 180 Gäste Schloss Burgk in ganz neuer Qualität erleben.

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Von Matthias Weigel

Schloss Burgk erlebte am Sonnabend seine erste Schlossnacht. Etwa 180 Gäste kamen auf Einladung des Unternehmerverbandes Weißeritztal (UVW) und erlebten einen Abend voller Musik, Theater, Videoshow, und kulinarischen Köstlichkeiten. Außerdem gab es Kunst- und Museumsführungen in den Städtischen Sammlungen, die im Schloss beheimatet sind.

Für die erst vor zwei Wochen eingeweihten Festsäle auf Burgk war der 6. Unternehmerball zugleich die erste Bewährungsprobe. Die Stadt hatte mit Hilfe des Konjunkturpaketes und Eigenmitteln den alten Traktorenschuppen und Pferdestall abgerissen und an Stelle dieser für knapp eine Million Euro die Säle errichten lassen. Damit ist das innere Ensemble des Schlosses erstmals vollständig saniert. Die Säle werden von den Technischen Werken Freital (TWF) betrieben. Das Hains als TWF-Abteilung besorgt auch das Catering in den Sälen, was bis auf kleine Abstriche bereits gut funktionierte. Kulinarischer Höhepunkt kurz nach Mitternacht war auch das vom Café Buddenhagen aus Eis nachgebildete Schloss.

Begrüßt und durch den Abend geführt wurden die Gäste – darunter Kultusminister Roland Wöller (CDU), Bundestagsabgeordneter Klaus Brähmig (CDU) und Landrat Michael Geißler (CDU) – von Freiherr Carl Friedrich August Dathe (1791-1872). Den Bergbauunternehmer und einstigen Schlossherrn spielte Mario Jäkel von der Freitaler Spielbühne. Fünf weiter Schauspieler des Ensembles führten im Park, der wundervoll von Schülern der Best-Sabel-Schule Freital mit Licht und Papierkunstwerken in Szene gesetzt worden war, Episoden über das Leben auf dem ehemaligen Rittergut auf. Thematisiert wurden die unternehmerischen Leistungen Dathes, wie die Einführung einer Krankenversicherung für Bergleute, die erste öffentliche Gasbeleuchtung oder arbeitserleichternde Innovationen beim Kohleabbau.

Gibt es eine 2. Schlossnacht?

Für Musik sorgten die Kombo „Two of us“ und die Lehrerband der Musikschule Freital. Präsentiert wurde erstmals öffentlich ein 20-minütiger Film über die Industriegeschichte der Stadt in Zusammenhang mit der Historie von Dathe und Burgk. Es gibt bereits Pläne, dass die Aufnahmen von Sven Hilger, einem gebürtigen Freitaler, auf DVD kommen und in Museum und Stadtinfo verkauft werden.

Die Veranstaltung, die auch genügend Raum für neue Geschäftskontakte und Gespräche ließ, erntete viel Lob von den Gästen – setzte sie doch neue Maßstäbe auf Burgk und zudem das Schloss als Kleinod ins verdiente Rampenlicht. Landrat Geißler würdigte den UVW nicht nur für das Engagement, sondern auch als einzigartige Institution im Landkreis. „Viele Unternehmer haben es mit einem Verband versucht, gehalten hat das in den seltensten Fällen“, sagte er.

Die Schlossnacht unterdessen braucht fürs kommende Jahr wohl einen anderen Veranstalter. Der UVW tingelt traditionell für seinen Unternehmerball durch die Region und ihre Veranstaltungsorte. Der Verband hatte von Anfang an betont, mit der ersten Veranstaltung lediglich Initiator einer eventuellen Schlossnacht-Tradition sein zu wollen, aber für die Zukunft dennoch seine Erfahrungen und Hilfe zur Verfügung zu stellen.