merken
Freischalten Freital

Eine Tonne Fisch aus Reinhardtsgrimma

Das Abfischen 2020 ist Geschichte. Pächter Jürgen Weidig ist trotz einiger Probleme mit der Ernte zufrieden.

Liesa Cellar aus Pirna hilft beim Abfischen in Reinhardtsgrimma.
Liesa Cellar aus Pirna hilft beim Abfischen in Reinhardtsgrimma. © Daniel Förster

Andreas und Ralf Ullrich aus Hausdorf sowie Robert Frank-Foltyn aus Dresden stehen in Wathosen bis zum Oberschenkel im Wasser: die drei helfen Gewässerpächter Jürgen Weidig aus Reinhardtsgrimma beim letzten Abfischen der Saison am Dorfteich.

Dabei kamen am Wochenende noch einmal mehr als 500 rotfleischige Lachsforellen und viele Dutzend Störe sowie einige goldfarbene Regenbogenforellen aus dem Feuerlöschteich ans Tageslicht und unter die Leute. Die Forellen stammen teilweise aus dänischen Zuchtanlagen. Jürgen Weidig kauft sie als Jungfische ein und lässt sie dann in Reinhardtsgrimma aufwachsen.

Anzeige
Ab 2021 Ökostrom für Dresdner Bahnen
Ab 2021 Ökostrom für Dresdner Bahnen

Klimaneutral mobil: Ab 2021 bestellen die DVB nur noch Ökostrom. Dann werden die Straßenbahnen mit 100 Prozent sauberer Energie angetrieben.

An den ersten vier Samstagen im Oktober wurde hier abgefischt. Von 9 bis 15 Uhr waren Weidig und seine Helfer jeweils beschäftigt, die Fische mit Netz und Köcher zu fangen und vor Ort im Direktverkauf an die Leute zu bringen. Insgesamt etwa 2.000 Lachs-Forellen – alle mindestens 700 Gramm schwer –, rund 100 Störe mit zwei bis vier Kilogramm Gewicht sowie rund 100 Regenbogenforellen, tummelten sich in dem Teich. Den Rest, der noch im Wasser schwimmt, dürfen sich nun die Angler holen, meint Weidig. 

Die ganze Familie hilft mit

Unterstützung beim Abfischen am Dorfteich Reinhardtsgrimma bekommt Jürgen Weidig jedes Jahr aus dem größeren Familienkreis – Tochter, Sohn, Bruder und Schwester, Nichte, Neffe und Schwager sowie ehemalige Arbeitskollegen – alle helfen mit. Vier bis sechs Leute am Teich sind nötig, um alle Aufgaben gut bewältigen zu können.

Jürgen Weidig bewirtschaftet das Gewässer mitten im Ort seit 1987. Vom Hobby wurde es inzwischen zum Nebenerwerb. Er lässt die Fische, die er als Setzlinge im Frühjahr aus Dänemark importiert, bis zum Herbst aufwachsen. Wie viele davon und in welcher Qualität dann beim Abfischen zu Tage gefordert werden ist jedes Mal eine Überraschung.

Dieses Jahr hat Weidig wegen der Trockenheit den Bestand an Lachsforellen mit einem Nachbesatz aus Dänemark regulieren müssen. Aber auch in diesem Herbst hat er bis zu 2.000 Fische - eine gute Tonne Fisch - verkaufen können.

Durch die Trockenheit sei allerdings nötig gewesen, dass Wasser künstlich zu belüften, um die Wasserqualität trotz des erheblich geringeren Frischwasserzulaufs zu erhalten und den Fischen gute und erträgliche Lebensbedingungen zu ermöglichen. Ohne Wasserbelüfter gehe es nicht mehr, konstatiert Weidig. Zufrieden sei er mit seiner Ernte in diesem Jahr dennoch.

Mehr Nachrichten aus Freital und Umgebung lesen Sie hier.

Täglichen kostenlosen Newsletter bestellen.

Mehr zum Thema Freital