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Grünland soll Wohnhäusern weichen

Am Bergerschachtweg in Freital könnten Einfamilienhäuser entstehen. Doch es gibt ein großes Problem, und das liegt unter der Erde.

Können in Freital neue Einfamilienhäuser entstehen? Im Stadtteil Burgk gibt es dabei ein Problem.
Können in Freital neue Einfamilienhäuser entstehen? Im Stadtteil Burgk gibt es dabei ein Problem. © Karl-Ludwig Oberthuer

Der Eigentümer mehrere Flurstücke am Bergerschachtweg in Freital-Burgk möchte das Areal bebauen lassen. Es geht um sechs Einfamilienhäuser. Derzeit wird die Fläche als Grünland genutzt, auch stehen darauf noch alte Schuppen und Gartenlauben.

Wie es aus dem Freitaler Rathaus heißt, liegt das Gebiet im Außenbereich. Im Flächennutzungsplan ist es zudem nicht als Bauland, sondern als Grün- und Forstfläche definiert. Demzufolge ist dort der Bau von Wohnhäusern gar nicht zulässig. Allerdings wird der Flächennutzungsplan derzeit überarbeitet. Eine neue Festlegung für das Gelände ist damit denkbar. Doch das viel größere Problem für zukünftige Bauherren liegt unter der Erde.

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Alte Bauernschächte können einbrechen

Am Bergerschachtweg wurde einst Steinkohle abgebaut. Die sogenannten Bauernschächte waren bis zu 20 Meter tief. Der genaue Zeitpunkt des Betriebs ist unklar, ebenso die Lage aller alten Stollen. Erfahrungsgemäß wurde in Freital teils schon im ausgehenden Mittelalter Steinkohle gewonnen. Es gab über die Jahrhunderte verteilt mehrere Abbauphasen, nicht jede Anlage ist im Archiv des Sächsischen Oberbergamts verzeichnet.

Bekannt ist lediglich, das im Bereich des Bergerschachtweges immer wieder Tagesbrüche aufgetreten sind. Es befinden sich also alte Hohlräume unter der Erde, die nicht standsicher sind und durchaus nachgeben können. Aus diesem Grund wurde eine Bebauung des Areals vom Oberbergamt bisher immer abgelehnt.

Der Eigentümer möchte nun einen neuen Anlauf wagen und muss dafür die Planungskosten tragen. Der Stadtrat stimmte dem zu.

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