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Freital startet neuen Kita-Bau

Das Haus am Storchenbrunnen bekommt einen Doppelgänger. Es geht um 101 Plätze, die dringend benötigt werden.

So ein Kita-Gebäude wie im Hintergrund zu sehen, kommt an die Stelle des alten Busbahnhofes.
So ein Kita-Gebäude wie im Hintergrund zu sehen, kommt an die Stelle des alten Busbahnhofes. © Karl-Ludwig Oberthür

Bagger, Kran und viele Bauarbeiter: Die Jungen und Mädchen der Freitaler Kita Storchenbrunnen dürften in den nächsten Monaten so einiges zu beobachten haben. Denn die Stadt startet genau neben dem Spielplatz der Kita ein neues Bauprojekt - das sogenannte Haus zwei. Dafür hat der Technische Ausschuss jetzt den Auftrag für den Rohbau vergeben. Den Zuschlag erhielt das Unternehmen DieKo Bau aus Kosilenzien bei Bad Liebenwerda.

Insgesamt hatten sich zwölf Firmen um den Auftrag beworben, darunter auch ein Freitaler Betrieb. Bei einem Angebot, welches zugleich das günstigste war, ergaben sich nach Aussage der Verwaltung jedoch Zweifel am Preis. Es wurde deshalb von der Vergabe ausgeschlossen, sodass letztendlich das Unternehmen aus Brandenburg den Auftrag erhielt. Die Kosten liegen bei 485.000 Euro.

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Auf Nachfrage im Ausschuss hieß es seitens der Verwaltung, man habe bereits in der Vergangenheit mit Dieko Bau zusammengearbeitet und gute Erfahrungen gemacht. Die Brandenburger müssen nun schnell loslegen, denn der Zeitplan ist anspruchsvoll. Bereits Anfang Juli soll der Rohbau stehen.

Probleme bei Kitaplatz-Vergabe

Freital braucht dringend neue Kindergartenplätze. Im vergangenen Sommer konnte die Stadt rund 300 Kindern, die einen Anspruch auf Betreuung hatten, keinen Platz anbieten. Die Lage entspannte sich erst Anfang September, als die ältesten Kita-Kinder in die Grundschule wechselten.

Derzeit baut sich erneut ein Defizit an Kita-Plätzen auf, das jedoch noch im niedrigen zweistelligen Bereich liegt. Genaue Zahlen wird die Verwaltung nächste Woche im Stadtrat vorstellen, wenn in der Sitzung am 30. März die neue Kita-Bedarfsplanung vorgelegt wird.

Für Abhilfe sorgte zwischenzeitlich auch die Einrichtung eines Interims-Kindergartens im alten Kleinnaundorfer Schulgebäude. Dort wurden 40 zusätzliche Plätze geschaffen. Diese werden vom Verein Lebensbaum betrieben, der auch für die Kita Storchenbrunnen zuständig ist.

Krippenkinder ziehen im Erdgeschoss ein

Geplant ist, neben der Kita auf dem Gelände des ehemaligen Busbahnhofes einen Zwillingsbau zu setzen. Das sparte der Stadt umfangreiche Planungsarbeiten. Es wird ein zweigeschossiges, kompaktes Gebäude errichtet. Der Haupteingang befindet sich in Richtung Albert-Schweizer-Straße. Es entstehen insgesamt 101 Plätze, davon 88 für Mädchen und Jungen ab einem Alter von drei Jahren sowie 13 Plätze für Krippenkinder.

Im Erdgeschoss werden ein Gruppen- und Schlafraum für 13 Krippenkinder sowie zwei gekoppelte Gruppenräume für 28 Kindergartenkinder mit dazugehörigen Sanitär- und Garderobenbereichen eingerichtet. Im Obergeschoss einstehen drei weitere Gruppenräume für jeweils 20 Kindergartenkinder, ebenfalls mit dazugehörigen Sanitär- und Garderobenbereichen.

Die Kindertagesstätte wurde in Massivbauweise geplant, um einen guten Schallschutz und eine ausreichend hohe Wärmespeicherkapazität zu erhalten, heißt es aus dem Rathaus.

Hochwasserschutz wurde beachtet

Steht der Rohbau, soll zügig mit dem Innenausbau begonnen werden. Einen Fertigstellungstermin nannte die Stadt jedoch noch nicht.

Auf Nachfrage im Ausschuss zum Thema Hochwasserschutz, erläuterte ein Vertreter des Bauamtes, man stehe in Verbindung mit der Landestalsperrenverwaltung und der Unteren Wasserbehörde. Der Standort des Neubaus sei gegen ein Weißeritz-Hochwasser, wie es alle einhundert Jahre einmal auftritt, gesichert. Zudem plant die Landestalsperrenverwaltung an dem Flussabschnitt, den Hochwasserschutz auszubauen und die Dämme zu verstärken.

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