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Freital baut trotz weniger Fördergeld

Es geht um die Hangsicherung an der Höckendorfer Straße und ein Stück Dresdner Straße. Auf einen Baustart hoffen auch viele Radfahrer.

Von Annett Heyse
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An der Höckendorfer Straße sollen zwei Stützwände errichtet werden - trotz Kürzung von Fördermitteln.
An der Höckendorfer Straße sollen zwei Stützwände errichtet werden - trotz Kürzung von Fördermitteln. © Karl-Ludwig Oberthür

Die Stadt Freital möchte im kommenden Jahr zwei Bauvorhaben umsetzen, obwohl es dafür weniger Fördermittel als ursprünglich eingeplant geben wird. Das beschloss der Stadtrat.

Dabei handelt es sich zum einen um die Höckendorfer Straße im Stadtteil Somsdorf. Im Bereich zwischen der Straße In der Tilke und der Straße Alter Berg verläuft die Fahrbahn unmittelbar neben einer steilen Hangböschung. Seit einigen Jahren sind an mehreren Stellen auf der Talseite Hangabbrüche zu beobachten. Reparaturen erfolgten bereits. Die nächste Maßnahme wäre eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung.

Da die Hangstabilität am Fahrbahnrand auf Dauer nicht mehr gewährleistet ist, sollen nun auf jeweils 30 Metern Länge zwei neue Stützwände errichtet werden. Das kostet rund 829.000 Euro. Die Stadt hatte hier mit einem Zuschuss von 90 Prozent kalkuliert. Das Land Sachsen hat die Fördermittel aber nun gekürzt und steuert nur noch 341.000 Euro - also etwas über 40 Prozent - bei.

Damit erhöht sich der Betrag, den Freital selbst aufbringen muss, erheblich. Die Stadträte stimmten dennoch dafür, das Bauvorhaben durchzuziehen. Es soll nach der Europameisterschaft im Speed Down, die Ende Juli 2022 auf der Strecke stattfindet, starten.

Radstreifen an der Dresdner Straße soll kommen

Zum anderen betrifft die Fördermittelkürzung auch die Dresdner Straße. Dort sollt zwischen Potschappel und Hainsberg ein Schutzstreifen für Radfahrer angelegt werden. Geplant ist eine Markierung, inklusive einiger kleiner Umbauarbeiten, in mehreren Abschnitten.

Ein Anfang ist zwischen Bahnbrücke nahe der Dresdner Stadtgrenze und der Oberpesterwitzer Straße bereits gemacht. Als Nächstes ist der Abschnitt Oberpesterwitzer Straße-Lutherstraße dran. Dabei plant die Stadt zunächst die Sanierung der Fahrbahnoberfläche, anschließend die Radweg-Markierung.

Das kostet rund 640.000 Euro insgesamt. Auch hierbei muss die Stadt nun deutlich mehr aus der eigenen Kasse bezahlen - 320.000 Euro statt 128.000 Euro.

Gebaut werden soll trotzdem, so hat es der Stadtrat nun beschlossen. Ein Fördermittelbescheid sei auch bereits eingetroffen, sodass das Projekt im kommenden Jahr umgesetzt werden kann, heißt es aus dem Rathaus.