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Große Zukunftspläne im GeoPark Dorfhain

Ende nächsten Jahres erwartet der GeoPark sein Zertifikat als 18. Nationaler GeoPark Deutschlands - und auch das Museum Schloss Burgk soll mit ins Boot.

Projektassistentin Susann Sentek und Projektmanagerin Eva Pretzsch auf dem Pfad der Gesteine im GeoPark-Gelände Dorfhain. Dieser kann auch während der Corona-Beschränkungen besucht werden.
Projektassistentin Susann Sentek und Projektmanagerin Eva Pretzsch auf dem Pfad der Gesteine im GeoPark-Gelände Dorfhain. Dieser kann auch während der Corona-Beschränkungen besucht werden. © Karl-Ludwig Oberthür

Mit einem der sieben Ranger durch den Tharandter Wald, mit der Familie geologische Lehrpfade erklimmen, Vorträge besuchen oder sein Wissen rund um die Gesteine der Region erweitern? Das sind einige Aufgaben, die sich der Verein GeoPark Sachsen Mitte mit Sitz in der Gemeinde Dorfhain zum Ziel gesetzt hat und zum Großteil auch bereits umsetzt.

Der Verein kümmert sich um den Erhalt der landschaftlichen Schönheit insbesondere der Gesteine, deren Geschichte und der Verbreitung von Informationen im Gebiet zwischen Freiberg und Dresden. Nun will der Verein das Gütesiegel als Nationaler GeoPark Deutschlands bekommen, sagt Eva Pretzsch, Projektmanagerin des GeoParks Sachsens Mitte im Gespräch mit Sächsische.de: "Bis zum Sommer nächsten Jahres wollen wir alle nötigen Unterlagen abgeben und hoffen Ende 2021 die Zertifizierung als 18. Nationaler GeoPark zu bekommen."

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Die Zertifikat-Vorbereitungen des GeoParks

Bevor im Herbst 2021 die zwei Gutachter der GeoUnion-Alfred-Wegener-Stiftung persönlich nach Dorfhain kommen, um zu beurteilen, ob der GeoPark im Tharandter Wald alle Vorgaben für das Zertifikat als Nationaler GeoPark Deutschlands erfüllt, ist noch viel zu tun, sagt Eva Pretzsch: " Für das Verfahren sind ein GeoPortal sowie mehrere Info-Punkte nötig." Das beinhaltet auch, dass geologische Informationen in einem Museum angeboten werden müssen. Dafür seien bereits erste Gespräche mit dem Museum im Freitaler Schloss Burgk geführt worden, sagt die Projektmanagerin. Wenn alles nach Plan läuft, könnte im Sommer 2021 die Zusammenarbeit starten.

Außerdem würden im zweiten Schritt nun neue Info-Tafeln angefertigt und aufgestellt. "100 Tafeln haben wir derzeit im GeoPark-Gebiet und noch mal so viele sollen bis zum Sommer hinzukommen" sagt Eva Pretzsch.

Das Konzept würde mit den Kommunen jetzt ausgearbeitet werden, um dann auch Fördergelder von Leader beantragen zu können. Finanzielle Unterstützung gibt es unter anderem von der Stadt Freital. Für die Jahre 2020 und 2021 hat Freital rund 6.100 Euro für den GeoPark in den Haushalt eingestellt. Neben Freital unterstützen auch Wilsdruff, Tharandt, Rabenau, Klingenberg, Halsbrücke, Dorfhain, Dippoldiswalde und Bobritzsch-Hilbersdorf den GeoPark.

Durch die Zertifizierung erhoffen sich der Verein und die Kommunen eine höhere Bekanntheit in ganz Deutschland. Dadurch könnte der Tourismus angekurbelt werden. Der Nationale Geopark könnte die Region nach außen besser vermarkten, örtliche Kräfte bündeln und das Potenzial der Orte am Tharandter Wald attraktiver machen.

Mit dem Geo-Mobil unterwegs. Leider steht das Elektro-Auto derzeit eher, denn wegen Corona mussten die meisten Veranstaltungen abgesagt werden.
Mit dem Geo-Mobil unterwegs. Leider steht das Elektro-Auto derzeit eher, denn wegen Corona mussten die meisten Veranstaltungen abgesagt werden. © Karl-Ludwig Oberthuer

Die Wissens-Vermittlung des GeoParks

Der GeoPark Sachsens Mitte bietet verschiedene Informationsveranstaltungen an.

So finden zum Beispiel Wanderer auf den Wegen ausführliche Beschilderungen zu den geologischen Besonderheiten, Schüler werden im GTA-Unterricht und bei Projekttagen zur Umweltbildung informiert, es finden Freischneide-Seminare für Jugendliche statt, mit dem Info-Mobil werden Wochenmärkte besucht und Wanderer können mit Rangern den Tharandter Wald erkunden.

Ganz neu werden nun auch Jugendliche des Berufsbildungswerkes angesprochen, die im Rahmen ihrer praktischen Ausbildung auch im GeoPark mitarbeiten können und zum Beispiel bei der Pflege der Wege und Schilder helfen sollen. Vorträge in Schulen werden zum Teil auch während des bestehenden Corona-Lockdowns abgehalten, das Geo-Mobil, welches auf Wochenmärkten steht, soll demnächst wieder starten. Sonst widmen sich die 26 Vereinsmitglieder jetzt vor allem der Erstellung neuer Broschüren und dem Zusammentragen aller Unterlagen für das angestrebte Zertifikat.

Jeder könne aber im Verein mitmachen, sagt Eva Pretzsch: "Schon einen Lappen mit zur Wanderung zu nehmen und die Info-Tafeln abzuwischen, hilft uns ungemein." Sie plant jetzt auch, die noch fehlenden Kommunen Bannewitz, Kreischa, Possendorf für das GeoPark-Projekt mit ins Boot zu holen.

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