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Rettungsaktion für alte Bahnbrücke

Nicht mehr benötigt, aber zu schön, um sie einfach abzureißen: In Kesselsdorf wird die ehemalige Kleinbahn-Überführung repariert.

Die Brücke über die ehemalige Kleinbahnstrecke in Kesselsdorf wird repariert.
Die Brücke über die ehemalige Kleinbahnstrecke in Kesselsdorf wird repariert. © Egbert Kamprath

Im Wilsdruffer Ortsteil Kesselsdorf haben Reparaturarbeiten an der ehemaligen Kleinbahnbrücke begonnen. Wie Bürgermeister Ralf Rother (CDU) jüngst in der Stadtratssitzung mitteilte, wurden nach Reinigungsarbeiten fehlende  Stellen in der Betonwand ergänzt. Außerdem wurden Anker zur Stabilisierung des Gemäuers eingeklebt und eine Matte für den Spritzbeton angebracht. Dieser soll in Kürze aufgetragen werden. 

Die frühere Bahnbrücke musste Anfang Januar gesperrt werden. Zuvor war bei einer turnusmäßigen Untersuchung festgestellt worden, dass sich die bestehenden Mängel verschärft hatten. So waren unter anderem die bestehenden Risse größer geworden. Das deute auf Bewegungen im Bauwerk hin. Fußgänger und Radfahrer müssen seither die Steinleite und die Christian-Klengel-Straße als Umleitung nutzen. Auch für den Autoverkehr ist die Brücke gesperrt.

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Die Bahnbrücke harrt seit Jahren einer gründlichen Sanierung. Bereits vor acht Jahren waren erhebliche Mängel festgestellt worden, die sich seitdem vergrößert haben. Zwischenzeitlich wurde erwogen, die Brücke zu schleifen. Sie war 1914 als sogenannte Wölbbogenbrücke errichtet worden, um die Oberhermsdorfer Straße über die Kleinbahn zu führen. Der Eisenbahnverkehr wurde 1972 eingestellt. Nach der Demontage der Schienen wurde das Gelände aufgefüllt. Heute verläuft darauf ein Rad- und Fußweg.  

Dass eine komplette Sanierung all die Jahre nicht zustande kam, lag an den Kosten. Um die Brücke für den Autoverkehr wieder herzustellen, wurden rund 300.000 Euro veranschlagt. Doch die Stadt Wilsdruff erhielt trotz mehrerer Anträge keine Fördermittel für das Sanierungsprojekt.

Nun hat man sich zunächst für die Notsicherung entschieden: Die Reparatur kostet etwa 50.000 Euro. Anschließend kann zumindest der Rad- und Fußweg wieder freigegeben werden. Für den Fahrzeugverkehr bleibt die Brücke weiterhin gesperrt.

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