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Abwasser in Kreischa wird teurer

In Kreischa steigen die Gebühren für die Entsorgung. Grund ist auch, dass weniger Abwasser angefallen sind.

Ein Blick auf das Klärbecken in Kreischa. Die Kosten für die Reinigung sind gestiegen.
Ein Blick auf das Klärbecken in Kreischa. Die Kosten für die Reinigung sind gestiegen. © Daniel Schäfer

Der Kreischaer Wasser- und Abwasserbetrieb (KWA) hebt zum 1. Januar 2022 die Gebühren an. Das beschloss der Gemeinderat. Vorgesehen ist, dass die Verbrauchsgebühr für in öffentliche Kanäle eingeleitetes und in der gemeindeeigenen Kläranlage gereinigtes Schmutzwasser auf drei Euro pro Kubikmeter festgesetzt wird. Bisher mussten die Haushalte nur 2,35 Euro pro Kubikmeter zahlen.

Auch für die Entsorgung aus abflusslosen Gruben und Kleinkläranlagen steigen die Preise. Dazu kommt eine Grundgebühr für jeden Hausanschluss, der sich nach der Größe der Wasserzähler richtet. Diese gibt es auch jetzt schon und bleibt unverändert.

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Dass die Gebühren so stark steigen, hat einen Grund. So haben sich die Kosten für die Abfuhr des Schlammes aus der Kläranlage verdoppelt. Dieser Schlamm ist ein Restprodukt, welches beim Reinigungsprozess entsteht.

Er muss zwischengelagert und vor dem Abtransport aufwendig entwässert werden. Das kostet nunmehr 322.000 Euro jährlich. 2018 lag die Summe noch bei 163.000 Euro.

Wasserverbrauch der Bavaria-Klinik gesunken

Außerdem ist die Menge des Schmutzwassers 2020 gesunken. Vor allem die Bavaria-Klinik leitete aufgrund der Corona-Pandemie und damit verbundener veränderte Betriebsabläufe weniger Wasser ein. Es geht um ein Minus von rund 30.000 Kubikmeter, was etwa 70.000 Euro weniger Einnahmen entsprach. Für dieses Jahr liegen noch keine Zahlen vor.

Beim KWA rechnet man zwar, dass der Verbrauch der Klinik wieder ansteigt, aber vorerst unter dem Niveau von 2019 bleibt. Auch insgesamt sollte der Wasserverbrauch in Kreischa wieder steigen und damit mehr Abwasser anfallen, bedingt durch Einwohnerzuwachs. So entsteht in der Ortsmitte derzeit ein neuer Gebäudekomplex für betreutes Wohnen, der 2023 in Betrieb geht.

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