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Einbruch ins Wilsdruffer Heimatmuseum

Die Täter nutzen die Feuertreppe, um an ein Fenster zu gelangen. Verschwunden sind nun etliche Ausstellungsstücke.

Das Heimatmuseum unter dem Dach der Wilsdruffer Oberschule wurde Ziel von Einbrechern.
Das Heimatmuseum unter dem Dach der Wilsdruffer Oberschule wurde Ziel von Einbrechern. © Daniel Schäfer

Historische Waffen, Zinngefäße und Münzen - im Heimatmuseum Wilsdruff sind etliche Ausstellungsstücke bei einem Einbruch abhanden gekommen. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich die Tat bereits in der Nacht vom 22. zum 23. Oktober. Die Täter gelangten über eine Rettungstreppe ans Dachgeschoss der Oberschule Am Gezinge, wo die Ausstellungsräume liegen. Dort schlugen sie eine Fensterscheibe ein und drangen ins Museum vor. Als die Mitarbeiter am Freitagvormittag zur Arbeit kamen, entdeckten sie den Schaden. 

Museumsleiterin Angelika Marienfeldt möchte sich noch nicht zu den Umständen äußern. Sie sagte lediglich, dass man noch dabei sei, eine Liste mit den gestohlenen Gegenständen zusammenzustellen. "Wir sind derzeit damit beschäftigt, uns einen Überblick zu verschaffen", sagte sie. Nach ersten Erkenntnissen fehlen jeweils ein Säbel, ein Degen, ein Steinschlossgewehr, eine Steinschlosspistole sowie Krüge und Vasen aus Zinn. Zudem ließen die Täter mehrere Münzen, das Modell einer Postkutsche und einen Paradefrack mitgehen. Wie die Polizei weiter mitteilte, kann man noch keine Angaben zum Schaden machen. Die Ermittlungen dauern an.

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Das Fenster, über das die Täter eingedrungen sind, wurde mit einer Holztafel gesichert. Die angebaute Feuertreppe ermöglichte es den Tätern, ins dritte Stockwerk zu gelangen.
Das Fenster, über das die Täter eingedrungen sind, wurde mit einer Holztafel gesichert. Die angebaute Feuertreppe ermöglichte es den Tätern, ins dritte Stockwerk zu gelangen. © Daniel Schäfer

Das Heimatmuseum bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Wann es wieder öffnet, ist derzeit noch unklar. 

Die Rettungstreppe liegt auf der Gebäuderückseite und zudem im Winkel eines Anbaus. Von Passanten ist sie kaum einsehbar. Das oberste Podest der Treppe endet genau vor dem Fenster des Heimatmuseums. Es war zwar der erste derartige Einbruch in die Heimatschau, aber die Stadt wird sich angesichts der Vorgehensweise nun Gedanken machen müssen, wie sie den Zugang zum Museum besser schützt. 

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