Freital
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Mahnwache gegen Ukraine-Krieg

Am Vormittag des Heiligabends trafen sich rund 40 Freitaler, um in Gedanken an die Not in der Ukraine innezuhalten.

Von Annett Heyse
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Tetiana Polovnova und ihre Tochter Anna lassen zur Mahnwache die ukrainische Flagge im Wind wehen.
Tetiana Polovnova und ihre Tochter Anna lassen zur Mahnwache die ukrainische Flagge im Wind wehen. © Marko Förster

Auf den Tag genau zehn Monate ist es am 24. Dezember her, dass Russland in die Ukraine einmarschierte. Aus Sicht etlicher Freitaler Zeit also, trotz Vorbereitungen aufs deutsche Weihnachtsfest mit einer Mahnwache an die schrecklichen Ereignisse in der Ukraine zu erinnern.

"Wir wollen gar nicht so viel reden, sondern an diesem Tag innehalten", sagte Versammlungsleiterin und Stadträtin Daniela Forberg (SPD). Rund 40 Menschen trafen sich deshalb um 10.10 Uhr am Platz des Friedens. Eingeladen hatten die Ortsverbände von SPD, CDU, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen.

Nicht gekommen war trotz Einladung Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg (Freitals Konservative Mitte) oder einer seiner Vertreter.

Dafür waren mehrere geflüchtete Ukrainerinnen da, teils mit kleinen Kindern. Als die Nationalhymne des Landes gespielt wurde, rollten bei einigen die Tränen.

"Weihnachten ist das Fest der Versöhnung. Diesen Gedanken sollten wir tief in unserem Herzen bewahren und an das Leid der Menschen in der Ukraine denken", sagte CDU-Kreischef Peter Darmstadt.

Seitens der Ukrainerinnen bedankte sich eine Sprecherin für die Hilfe, die ihnen in Freital zuteil wurde. "Wir kamen mit einem Koffer oder einer Tüte an. Uns haben viele Menschen geholfen", berichtete sie. Besonders dankbar seien sie dafür, dass ihre Kinder in Freital in den Kindergarten oder zur Schule gehen können.