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Marathon-Premiere sorgt für Bewunderung

Erstmals war die Langdistanz Teil des Tharandter Wald-Laufes - und die Läufer dankten es mit rasanten Zeiten.

Tolles Wetter und herausfordernde Strecken - der diesjährige Wald-Lauf sorgte für viel gute Laune.
Tolles Wetter und herausfordernde Strecken - der diesjährige Wald-Lauf sorgte für viel gute Laune. © Egbert Kamprath

Sie kehrten mit gezeichneten, aber auch strahlenden Gesichtern zurück: Mehr als 30 Frauen und Männer haben am Sonnabend im Tharandter Wald für eine beeindruckende Premiere gesorgt. Erstmals stand beim traditionsreichen Lauf durch den Forst im Zentrum Sachsens auch eine Marathon-Strecke auf dem Programm. Das Angebot wurde dankend angenommen - und die sportlichen Leistungen waren teilweise herausragend.

Als Schnellster bewältigte Ulrich Trodler vom Dresdner Citylauf-Verein den gut 42 Kilometer langen Rundkurs. Nach 3:05:50 Stunden stoppte für ihn die Uhr - angesichts der speziellen Bedingungen eine Zeit, die kaum hoch genug eingeschätzt werden kann. „Die Strecke hatte mehr als 500 Höhenmeter, es ging über zum Teil steinige und schlammige Waldwege. Eine bewundernswerte Leistung“, sagte Lauf-Organisator Andreas Lückmann.

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Auch am Streckenrand wurde voller Einsatz gezeigt: Marie Cechova aus Freital feuert die Läuferinnen und Läufer lautstark an.
Auch am Streckenrand wurde voller Einsatz gezeigt: Marie Cechova aus Freital feuert die Läuferinnen und Läufer lautstark an. © Egbert Kamprath
Auf Japanischen Trommeln feuern Annette Decker und Susanne Gerster (l.) die Läufer an der Stecke an.
Auf Japanischen Trommeln feuern Annette Decker und Susanne Gerster (l.) die Läufer an der Stecke an. © Egbert Kamprath
Rannte mit durchschnittlich 13,5 km/h zum Marathon-Sieg: Ulrich Trodler.
Rannte mit durchschnittlich 13,5 km/h zum Marathon-Sieg: Ulrich Trodler. © Egbert Kamprath
Erstmals stand beim traditionsreichen Lauf durch den Forst im Zentrum Sachsens auch eine Marathon-Strecke auf dem Programm.
Erstmals stand beim traditionsreichen Lauf durch den Forst im Zentrum Sachsens auch eine Marathon-Strecke auf dem Programm. © Egbert Kamprath

Gleiches galt für den Zweitplatzierten: Marco Möhler aus Haida war nur zehn Sekunden langsamer als Sieger Trodler. Beide rannten mit durchschnittlich 13,58 Kilometern pro Stunde durch den Tharandter Wald. Rang drei ging an Friedmar Richter vom USV TU Dresden, der für den Lauf mit Start und Ziel an der Waldbühne in Kurort Hartha 3:14:40 Stunden benötigte. Beste Frau war Nolle Keßler (Team Sachsen Trail) mit einer Zeit von 3:41:26 Stunden.

Die Marathon-Strecke führte an vielen Sehenswürdigkeiten im Tharandter Wald vorbei. Im Vorfeld hatten die Organisatoren eine zweistellige Stundenanzahl investiert, um den Kurs vor allem mit Sägespänen zu markieren. Es war für die Veranstalter auch ein Experiment, denn nie zuvor stand eine so lange Distanz im Programm des Wald-Laufes. Sie war angesichts der 42. Auflage des Wettkampfes aufgenommen worden.

Aus insgesamt acht verschiedenen Kursen, vom 400-Meter-Bambinilauf bis zum Marathon, konnte in diesem Jahr beim Tharandter Wald-Lauf gewählt werden. Großer Beliebtheit erfreuten sich wie üblich die mittleren Streckenlängen. Über die zehn Kilometer gab es dabei einen Heimsieg zu bejubeln: Martin Sauer von der SG Kurort Hartha bewältigte die Distanz in 34:57 Minuten und verwies zwei Athleten des Post SV Dresden auf die weiteren Podestplätze. Knapp 80 Läuferinnen und Läufer hatten sich für diese Strecke eingeschrieben.

Fast genau so viele waren es über die halb so lange Distanz. Auch hier gab es aus Sicht der Weißeritzregion eine starke Leistung: Lennox Gyulai von der SG Lok Hainsberg kam nach 18:29 Minuten ins Ziel und musste sich nur dem verdienten Sieger Loic Dequiedt (Robotron Dresden) geschlagen geben. Die Tatsache, dass es Gyulai als einer von nur zwei Läufern der Altersklasse U14 unter die besten Zehn schaffte - der andere war Richard Münch von der SG Weißig 1861 auf Rang 6 - war zusätzlicher Beleg für die tolle Leistung des jungen Sportlers. Sieger Dequiedt startete eine Altersklasse höher (U16).

Insgesamt zählten die Organisatoren des Tharandter Wald-Laufes über alle Wettkämpfe hinweg mehr als 300 Starter. Am beliebtesten mit über 80 Athleten war der Halbmarathon. Hier sicherte sich Peter Frohnwieser aus Dresden mit einer starken Zeit von 1:14:48 Stunden den Sieg. Schnellste Frau über die 21,1 Kilometer war Franziska Kranich (Lauf Haus Oderwitz) in 1:30:04 Stunden.

Eine besonders bemerkenswerte Leistung gelang dem jungen Jakob Steingroewer (U12) auf der 2,5-Kilometer-Distanz. Der Freitaler, mittlerweile beim Dresdner SC trainierend, stellte in 9:26 Minuten einen neuen Streckenrekord auf. Er brach die bisherige Bestmarke von Lennox Guylai aus dem Jahr 2018. „Man kann gespannt sein, wie es bei diesen beiden Lauftalenten weitergeht“, sagte Andreas Lückmann.

Der Cheforganisator des Wald-Laufes war zufrieden mit der diesjährigen Veranstaltung. „Es war ein toller, langer Lauftag“, sagte er. Auch das Experiment war gelungen: Viele Teilnehmer des Marathons, so Lückmann, hätten angeregt, diese Strecke auch künftig ins Programm aufzunehmen.

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