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Tag der Architektur: Hier ist geöffnet

In Pirna, Bannewitz, Wilsdruff und Gohrisch laden fünf Häuser am Wochenende zu Besichtigungen ein - eines bleibt dabei verschlossen.

Seit Anfang Juni wieder für Gäste geöffnet, sind Interessenten am Wochenende zu Führungen durch das Designerhotel Laurichhof in Pirna eingeladen.
Seit Anfang Juni wieder für Gäste geöffnet, sind Interessenten am Wochenende zu Führungen durch das Designerhotel Laurichhof in Pirna eingeladen. © Franz Philip Seidel

Wie sie sich modernes Bauen vorstellen, das wollen Eigentümer und Architekturbüros am Wochenende Interessenten deutschlandweit zeigen. Zum 26. Mal beteiligt sich Sachsen am Tag der Architektur, in diesem Jahr mit 50 Objekten. Und das nach corona-bedingter Pause größtenteils wieder bei Führungen vor Ort. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge öffnen fünf Häuser für Besichtigungen. Zu sehen sein werden ein Hotel, ein Privathaus, zwei Schulen und eine Sporthalle.

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Laurichhof in Pirna

Erstmals dabei ist der Laurichhof in Pirna. Die Inhaber des im August 2019 eröffneten Designhotels führen über den Innenhof, auf die Dachterrasse und durch zwei der insgesamt 27 unterschiedlich gestalteten Suiten, die den speziellen Charakter des Hauses ausmachen. Bei der Innenarchitektur finden sich unter anderem Themen wie Orient, Unterwasserwelt oder Mohnblumenfeld. Als erstes Showroom-Hotel der Welt hat der Gast hier zudem die Möglichkeit, alles, von der Fliese über die Leuchte bis zum Bett, zu erwerben. Zuvor kann er es beim Probewohnen im Urlaub testen.

  • Informationen: Geöffnet ist am 26. und 27. Juni, jeweils 11 bis 14 Uhr, Hauptplatz 4 in Pirna. Je nach Resonanz werden mehrere einstündige Führungen angeboten , pro Tour maximal 15 Interessenten. Um Anmeldung wird gebeten unter: Telefon 03501 7709077 oder per E-Mail [email protected]

Gymnasium Wilsdruff

Großzügig gestaltet sind im Gymnasium Wilsdruff auch die Gänge und Treppenhäuser.
Großzügig gestaltet sind im Gymnasium Wilsdruff auch die Gänge und Treppenhäuser. © Foto: iproplan® Planungsgesells

Nach dreijähriger Bauzeit 2020 eröffnet, war es Ziel der Architekten, das Gymnasium in Wilsdruff an das ländliche Umfeld anzupassen. Starke Höhenstaffelung und belebte Dachformen, großzügige Räume mit viel Licht und Luft sind nur einige Aspekte, die dabei für die Architekten wichtig waren.

Vorzüge des 27-Millionen-Euro-Projektes sind die zentrale Pausenhalle sowie das Veranstaltungsareal, zu dem sich Aula und Mensa verbinden lassen. Nach fast einjähriger Nutzung sind Interessenten am Wochenende zu einem virtuellen Rundgang durch das Schulgebäude eingeladen. In 360-Grad-Ansichten würden optisch Besonderheiten des Gymnasiums hervorgehoben, sagt Architekt Uwe Schulze.

  • Informationen: Virtuelle Begehung des Gymnasiums am 26. und 27. Juni, jeweils 24 Stunden lang. Ein entsprechender Link wird unmittelbar vor dem Tag der Architektur veröffentlicht, einsehbar entweder über die Architektenkammer Sachsen oder das Architekturbüro iproplan Planungsgesellschaft mbH.

Pestalozzioberschule Pirna

Den sanierten Altbau der Pestalozzioberschule in Pirna ergänzt seit der Modernisierung ein Neubau. Bis zu 420 Schüler finden jetzt hier Platz.
Den sanierten Altbau der Pestalozzioberschule in Pirna ergänzt seit der Modernisierung ein Neubau. Bis zu 420 Schüler finden jetzt hier Platz. © Foto: Tino Sieland

Um die Kapazität zu erweitern, wurde das Gebäude der Pestalozzioberschule im Stadtteil Copitz saniert und um einen Neubau ergänzt. In das 15,8-Millionen-Euro-Projekt der Stadt Pirna flossen Fördermittel aus verschiedenen Programmen.

Zum Erweiterungsbau mit dem neuen Haupteingang gehören eine Einfeld-Sporthalle mit Tanzsportboden und Fachunterrichtsräumen in den Obergeschossen. Die ehemalige Turnhalle wurde zur Mensa und zum multifunktionalen Sportraum mit Bühne umgebaut. Modernisiert ist auch der in den 1950er-Jahren errichtete Saalbau. Der Sport- und Veranstaltungsbereich wird mit vom TSC Tanzsportverein Silberpfeil genutzt. Seit diesem Schuljahr ist das für maximal 420 Schüler ausgelegte Schulhaus in Betrieb.

  • Informationen: Besichtigungen des Schulgebäudes, Schulstraße 10 in Pirna, sind am 26. Juni zwischen 10 und 14 Uhr möglich. Architekten sind anwesend, aber es finden keine Führungen statt.

Holzhaus in Kleinhennersdorf

Mit seiner speziellen Optik soll sich das Holzhaus im Kleinhennersdorf an die einst im Ort weit verbreiteten denkmalgeschützten Umgebindehäuser anpassen. Im September soll es fertig werden. Visualisierung: Matthias Könitz
Mit seiner speziellen Optik soll sich das Holzhaus im Kleinhennersdorf an die einst im Ort weit verbreiteten denkmalgeschützten Umgebindehäuser anpassen. Im September soll es fertig werden. Visualisierung: Matthias Könitz © Visualisierung: Matthias Könitz

Bis September dieses Jahres entsteht im Gohrischer Ortsteil Kleinhennersdorf ein Haus mit Holzrahmenbau mit zwei Vollgeschossen und einem asymmetrischen Steildach. Es erinnert an denkmalgeschützte Umgebindehäuser, von denen noch zwei in der Nachbarschaft stehen. Ein reiner Nachbau aber, darauf legt Architekt Matthias Könitz wert, ist es nicht.

Im Unterschied zu historischen Umgebindehäusern gibt es höhere Geschosse, Terrassen sowie Balkone. Architekt und Bauherr Frank Leuner wollen damit auch zur Diskussion anregen, inwieweit alte Bauideen modern umgesetzt werden sollten oder historisierend wirken. Im Haus entstehen fünf Ferienwohnungen.

  • Informationen: Führungen durch das im Bau befindliche Haus, Hauptstraße 47 in Kleinhennersdorf durch den Architekten Matthias Könitz am 27. Juni, 11 und 14 Uhr. Bauherr Frank Leuner ist ebenfalls anwesend.

Dreifeld-Sporthalle Bannewitz

In der großzügig gebauten mit Trennwänden und Sportschwingboden ausgestatteten Dreifeld-Sporthalle Bannewitz werden Schul- und Vereinssport angeboten.
In der großzügig gebauten mit Trennwänden und Sportschwingboden ausgestatteten Dreifeld-Sporthalle Bannewitz werden Schul- und Vereinssport angeboten. © Tobias Ritz

Im August 2020 mit der Gestaltung der Außenanlagen und Parkplätze abgeschlossen, wird die neue Sporthalle in Bannewitz seit diesem Schuljahr durch die benachbarte Grund- und Oberschule sowie den Vereinssport, vor allem für Tischtennis, Tanzen und Ballsportarten, genutzt. Hallenbereich, Räume für Geräte und Vereine sowie Umkleidebereiche mit Sanitäranlagen sind in punkto Lärmschutz, Sicherheit und nachhaltige Nutzung modernen Anforderungen angepasst. Auf einer speziell angelegten Tribüne finden bis zu 195 Besucher Platz. Die Halle kann durch mobile Wände in drei separate Sportbereiche getrennt werden. Hingucker ist die Dachkonstruktion mit 33 Meter langen Holzdachbindern.

  • Informationen: Architekt Marcus Stevens vom beauftragten Architekturbüro Iproconsult aus Dresden führt am 26. Juni, 13 und 14 Uhr durch die Sporthalle.

Weitere Informationen zum tag der Architektur im Internet unter www.aksachsen.org

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