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Wann ist Baustart an der B170 in Hänichen?

In die Umbaupläne des Baustoffhandels Mobau Müller wird auch eine Änderung an der Bundesstraße einbezogen. Dazu zählt der Kreuzungsbereich.

Wird diese Kreuzung auf der B170 in Hänichen geändert?
Wird diese Kreuzung auf der B170 in Hänichen geändert? © Daniel Schäfer

Der Baustoffhandel Mobau Müller im Bannewitzer Ortsteil Hänichen wartet auf die nächste Entscheidung der Gemeinderäte zu dem nun geänderten Bebauungsplan. Der Baustoffhandel, der seit mehr als 80 Jahren in Bannewitz ansässig ist, plant, die gesamte Firma zu erweitern. In diesem Zuge sollen auch Ein-und Ausfahrten für Lkw zur B170 verändert werden.

Bis zum 7. August war der erste Bebauungsplan für den Ausbau der Firma Mobau Müller vier Wochen lang öffentlich ausgelegt worden. Bürger und Behörden hatten bis dahin ihre Einwände bei der Gemeindeverwaltung abgegeben. Deshalb wurden die Pläne nun angepasst.

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So soll nach derzeitigen Plänen der Neubau des Baustoffhandels Mobau Müller später aussehen.
So soll nach derzeitigen Plänen der Neubau des Baustoffhandels Mobau Müller später aussehen. © Mobau Müller GmbH

Droht Staugefahr an der B170?

In Hänichen an der B170 stehen gleich zwei große Baumaßnahmen an. Neben dem kompletten Umbau des Baustoffkontors soll am Pulverweg auch der neue Konsum entstehen. 

Im Zuge der geplanten Erweiterung bei Mobau Müller sollen einzelne Zu- und Ausfahrten für Lkw zur B170 und zum Pulverweg entstehen. Bedenken gab es diesbezüglich unter anderem vom Gemeinderat Roland Auxel (CDU). Bislang befürchtete er durch den zunehmenden Verkehr zum Konsum, durch Fußgänger und Radfahrer sowie Lkw, die von Mobau Müller über den Pulverweg vor allem vormittags wieder auf die B 170 auffahren, ein Verkehrschaos in diesem Bereich.

Dafür müsse "eine verträgliche Variante gefunden werden, um diesem Szenario entgegenzuwirken", sagt er gegenüber Sächsische.de. Die Anlieferung per Lkw für den Konsum soll über den Pulverweg erfolgen. Ob dieser anfallende zusätzliche Verkehr mit der aktuellen Planvariante für die Kreuzung aufgenommen werden kann, zweifelte die gesamte Bannewitzer CDU bislang an.

Pulverweg wird stark entlastet

Carsten Melzer, Kaufmännischer Leiter des Mobau Müller Baustoffkontors, erklärt, dass er diesen Bedenken mit wohlüberlegten Konzeptionen begegne: "Das größte Augenmerk wurde im Planungsprozess auf den Kreuzungsbereich Pulverweg B170 gelegt. Mobau Müller wird durch den Umbau seines Standortes den Pulverweg sehr stark entlasten, denn aktuell werden unsere Lieferungen nur über diesen Weg zugestellt."

Künftig soll die Anlieferungen von Materialien ausschließlich über die Einfahrt von der Dresdner Straße aus erfolgen, also von der B170, sagt Melzer. Durch dieses neue Verkehrsleitkonzept soll es dann möglich sein, dass Kunden- und Anlieferfahrzeuge strukturiert und geordnet parken, be- und entladen werden und das Grundstück nach dem Einkauf wieder verlassen. 

Zudem habe sich die Firma bereiterklärt, einen Teil ihres Grundstückes dem Ausbau des Kreuzungsbereiches auf der B170 zur Verfügung zu stellen, damit eine der Verkehr vom Pulverweg reibungslose auf die B170 fließen kann.

Lieferzeiten vor der Öffnung des Konsums

Staugefahr sieht Melzer nicht, da die Anlieferungszeiten zu Mobau Müller vor den Öffnungszeiten des neuen geplanten Konsums gleich nebenan stattfinden würden.

Zu möglichen Umbauplänen der Kreuzung an der B170 in Hänichen erklärt der Bannewitzer Bürgermeister Christoph Fröse (parteilos): "Falls es Corona zulässt, wird es am Freitag eine Beratung mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr, der Gemeindeverwaltung und den Bauplanern geben." Dabei soll unter anderem eine Studie zur künftigen Verkehrssituation auf der B170 besprochen werden, um die befürchteten Staus von vornherein auszuschließen.

Zeitplan steht noch nicht fest

Die Anregungen der Behörden und Einwohner wurden nun in die bestehenden Pläne eingearbeitet. Am 24. November entscheidet der Bannewitzer Gemeinderat über die zweite Auslage des Vorhaben bezogenen Bebauungsplans.

"Bis die Pläne in die Wirklichkeit umgesetzt werden können, ist es noch ein langer Weg", sagt Carsten Melzer. Einen Zeitplan für den Baustart könne er derzeit noch nicht nennen. Bereits seit 2018 bestünde die Idee, den Hauptsitz von Mobau Müller in Bannewitz komplett zu überholen. Künftig sollen die Baufachmarkt-Fläche erweitert, die Ausstellung neu konzipiert und die Sortimentsschwerpunkte stärker fokussiert werden, sagt der Kaufmännische Leiter.

Damit solle vor allem auch das Endkundengeschäft ausgebaut werden, erklärt Melzer: "Jede Anpassung in dem vorgegebenen räumlichen Rahmen führte zunehmend zu der derzeitigen verschachtelten Grundstückssituation, welche heutigen Anforderungen an ein modernes Baustoffzentrum nicht mehr gerecht wird." Das alles soll durch den Umbau nun geändert werden.

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