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Freitals Kita-Plätze gibt es jetzt online

Nach jahrelangen Vorbereitungen hat die Stadt eine neue Internetplattform gestartet. Die Vergabe soll damit einfacher und transparenter werden.

Freital hat jetzt ein Online-Vergabesystem für Kita-Plätze. © Symbolfoto: dpa

Den Kitaplatz für das eigene Kind am Sonntagabend bequem vom Sofa aussuchen oder von unterwegs – das ist seit Anfang dieser Woche für die Freitaler Eltern möglich. Nach jahrelangen Vorbereitungen hat die Stadt zum Wochenbeginn das Online-Vergabesystem Little Bird gestartet. Das Programm wertet die Wünsche der Eltern aus, meldet sie den Einrichtungen und der Stadtverwaltung und schickt dann den Eltern eine Zu- oder Absage. Damit soll die Vergabe transparenter und vor allem einfacher für die Eltern werden. „Das ist ein erster Schritt in die Richtung, dass Verwaltungsabläufe digitalisiert werden“, sagte der zuständige Bürgermeister Peter Pfitzenreiter bei einer Präsentation des Portals am Dienstag.

Eltern, die ihr Kind neu bei einer Freitaler Kita oder bei einem Hort anmelden wollen, können über „Little Bird“ insgesamt vier Anfragen mit verschiedenen Prioritäten an Einrichtungen versenden. Zuvor können sie sich auf dem Portal über das jeweilige Konzept der Kita oder des Horts informieren. Ist die Wunsch-Kita ausgewählt, müssen die Eltern zunächst persönliche Angaben, wie Adresse und Telefonnummer, sowie anschließend Angaben zum Kind machen. Sind die Angaben gemacht, wird die Anfrage abgesendet und landet auf dem virtuellen Tisch des jeweiligen Einrichtungsleiters.

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Das ist auch der große Unterschied zum jetzigen Verfahren. Bislang werden die Anträge alle von der Stadt zentral gesammelt und an die Einrichtungsleiter weitergereicht. Mit dem neuen System, so sagt es die Stadt, haben die Einrichtungsleiter zwar auch ein bisschen mehr Arbeit, aber sie haben einen besseren Überblick über die Nachfrage nach Plätzen in ihrem Haus. Für die Eltern soll das Vergabeverfahren damit transparenter werden.

Bekommen die Einrichtungsleiter nun die Anfrage über Little Bird und sind theoretisch Plätze frei, kontaktieren sie die Eltern und vereinbaren ein persönliches Gespräch. Entschieden wird vor allem nach dem Zeitpunkt der Anmeldung und danach, ob bereits Geschwisterkinder in der Einrichtung betreut werden. Anträge Freitaler Eltern werden außerdem gegenüber denen von außerhalb bevorzugt. Sind beide Seiten nach dem Gespräch zufrieden, kommt ein Betreuungsvertrag zustande. Damit ist der Platz in Kita oder Hort sicher.

Wie die Stadt am Dienstag betonte, können Eltern ihre Kinder frühestens ein Jahr vor dem gewünschten Betreuungsbeginn anmelden. Außerdem müssen die Kinder bereits geboren sein. Weiterhin ist es zudem möglich, den Antrag auf herkömmlichem Weg – also nicht über Little Bird – zu stellen.

Auch wenn das Internetportal nun offiziell gestartet ist und sich seit Wochenbeginn bereits rund 140 Eltern registriert haben, sind die Arbeiten daran noch nicht beendet. Auch die Abrechnung der Betreuungsgebühren soll künftig über das Portal laufen.