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Frischekur für Heide-Quellen

Die Namen von Schwestern- und Degelequelle waren verblichen, die Ausläufe beschädigt. Jetzt plätschert das Wasser wieder.

© René Meinig

Von Kay Haufe

Sie kommen mit Flaschen und Thermoskannen: Anwohner vom Weißen Hirsch holen morgens frisches Wasser aus der Degele- und der benachbarten Schwesterquelle. Das Hangsickerwasser durchläuft zahlreiche Sandschichten und hat Trinkwasserqualität. „Wir lassen es jährlich untersuchen, es ist gut“, sagt Revierförster Thomas Stelzig. Doch die Trockenheit der letzten Wochen macht sich auch bei den Quellen bemerkbar. Das Wasser rinnt nur noch heraus, statt zu sprudeln.

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Rein optisch sind die beiden Wasserspender wieder perfekt in Form. Ihre Schrift sei kaum noch lesbar gewesen, teilweise waren sie mit Graffiti beschmiert, sagt Stelzig. Nun hat sich eine Steinrestauratorin ihrer angenommen, hat sie gesäubert und beschriftet. Die Buchstaben stechen wieder hervor. „An der Schwesternquelle war auch der Auslauf beschädigt, den haben wir erneuert“, sagt der Revierförster. Wie praktisch, dass er auch der Vorsitzende des Verschönerungsvereins Weißer Hirsch ist. Denn die Quellensanierung ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Sachsenforst und Verein. Schon 2015 haben sich beide die Teichquelle vorgenommen, sie wurde gereinigt und daneben eine Bank aufgestellt. Sie dient auch Kröten als Laichgewässer. Nur die Paradiesquelle auf dem Konzertplatz wird wohl nicht wieder belebt. Sie wird über einen Tiefbrunnen am Krankenhaus gespeist. Die Wasserleitung ist jedoch kaputt und es wäre unverhältnismäßig teuer, sie zu erneuern. Perspektivisch könnte sie als Notwasserversorgung für den Katastrophenschutz dienen, sagt der Förster. Er lässt derzeit noch den Gedenkstein an der Luthereiche am Fischhaus säubern, der 1917 anlässlich 400 Jahre Reformation aufgestellt wurde. Im Frühjahr 2017 soll neben der Eiche auch eine Bank mit Inschrift aufgestellt werden.

Direkt neben dem Lahmann-Park hat sich noch mehr verändert. Grün-weiße Schilder weisen jetzt auf die unterschiedlichen historischen Wege hin, die in der Heide verlaufen. Wie den Poeten- und den Sonnenweg oder die Katzentreppe. Im ersten Abschnitt wurden 25 Schilder aufgestellt, 50 sollen es später werden. „Zwischen 1910 und 1920 gab es Dutzende solcher Wege, die auch von den Patienten des Sanatoriums benutzt wurden“, sagt Stelzig. Die historischen Baum-Wegezeichen werden vom Arbeitskreis Dresdner Heide gepflegt.