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Frühjahrsputz-Start in Kamenz

© Horst Stoklas

An mehreren Stellen trafen sich jetzt Einwohner, um dem Winterdreck zu Leibe zu rücken. Zum Beispiel im Weißschen Garten.

Von Horst Stoklas & Frank Oehl

Kamenz. Ein schlagkräftiges Team des Kamenzer Vereins „Stadtwerkstatt-Bürgerwiese“ war jetzt beim Kamenzer Frühjahrsputz zugange. Der Einsatz im Weißschen Garten an der Poststraße war ein voller Erfolg. Die Stadtwerkstatt wollte sich unbedingt auch aktiv bei Reinigungs-und Pflegearbeiten in einem der vielen Parks der Stadt einbringen. So hatte Sieglinde Tschentscher in Absprache mit der Kommunalen Dienste Kamenz GmbH (KDK) den Weißschen Garten als Zielobjekt ausgemacht.

Der Weißsche Garten, der einst von Namensgeber Wilhelm Weisse (1846 bis 1916) an der Villa des Gartenbaumeisters angelegt worden war, hat es immerhin in ein Buch der schönsten 1 500 Gärten Deutschlands geschafft. Das ist natürlich auch eine Verpflichtung, gerade nach der Winterperiode gibt es viel zu tun. Die 14 Mitwirkenden am Frühjahrsputz-Einsatz hatten sich auch einiges vorgenommen. Die zehn Vereinsmitglieder, die durch vier fleißige Familienmitglieder unterstützt wurden, hatten die Aufgabe, die Flächen von trockenem Holz zu beräumen, den Efeubewuchs auf den Wegen und an den Rändern zu beseitigen sowie Bänke, Türen und Hinweistafeln zu reinigen.

Müllbeutel schnell voll

Die von der KDK bereitgestellten übergroßen Müllbeutel waren schon nach einer Arbeitsstunde aufgebraucht, sodass im Baumarkt Nachschlag geholt werden musste. Insgesamt wurden 13 dieser Megabeutel mit diversem Gartenabfall gefüllt. Auch einige Festmeter Bruchholz wurden zum Sammelpunkt transportiert. Aber auch einige Umweltsünder müssen sich im Park bewegt haben, denn nicht nur leere Sektflaschen wurden aufgelesen, sondern auch Plastemüll. Von dieser Personengruppe war allerdings kein Teilnehmer am Arbeitseinsatz beteiligt.

Überhaupt musste der Verein registrieren, dass keine weiteren fleißigen Bürger hier mit Hand angelegt haben. Das Team der Werkstatt war gegen 12.15 Uhr mit den Arbeitsergebnissen sehr zufrieden. Damit der Weißsche Garten für die Kamenzer Bürger und ihre Gäste weiter so attraktiv bleibt, muss aber noch einige Arbeit der Kommune erfolgen. Ein solcher Garten bedarf ständiger Pflege und Reinigung, was ja für die vielen Kleingärtner zum Grundwissen und Alltag gehört.

Verwaltung bedankt sich

Was war sonst los in der Stadt? Im Rathaus hat man einen groben Überblick über das Frühjahrsputzgeschehen. Es hätte durchaus noch intensiver sein können, wird eingeschätzt, aber: Aller Anfang ist halt nicht so einfach. Stadtsprecher Thomas Käppler: „Ziel war es auch, dass sich Eigenheimbesitzer an diesem Sonnabend verstärkt um ihre Grundstücke kümmern sollten.“ Und da habe sich offenbar doch einiges getan.

Die Verwaltung bedankt sich aber vor allem auch bei jenen, die auf öffentlichen Plätzen zugange waren. Schon im April hatte der CDU-Stadtverband Kamenz zu einem erfolgreichen Frühjahrsputz auf dem Hutberg aufgerufen. Der Subbotnik der Stadtwerkstatt „Bürgerwiese“ im Wilhelm-Weisse-Garten wird ebenfalls ausdrücklich gelobt. Einzelkämpferin Katrin Hohlfeld nahm sich mit ihren Kindern der Fläche rund um den Brunnen am Schulplatz an. Auch diese kann sich jetzt sehen lassen. Und ein ungenannt bleiben wollender Bürger hatte sich intensiv um die Fläche am Denk- und Ehrenmal am Robert-Koch-Platz gekümmert. „Allen Frühjahrsputzern ein großes Dankeschön!“