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Fünf Millionen für das Schloss

Der Wiederaufbau des Dresdner Residenzschlosses kostet Millionen. Das Land investiert seit Jahren in den Ausbau zum Museumszentrum der Staatlichen Kunstsammlungen.

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Dresden. Mit fünf Millionen Euro unterstützt der Bund den weiteren Ausbau des Dresdner Residenzschlosses zum Museumszentrum der Staatlichen Kunstsammlungen (SKD). Damit flossen seit 1997 rund 20,5 Millionen Bundes-Euro in die SKD, wie Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) am Donnerstag bei Unterzeichnung der Finanzvereinbarung auf der Baustelle sagte. Auch der Freistaat stellt in den nächsten drei Jahren 5,3 Millionen Euro zur Schaffung von Ausstellungsräumen im Georgenbau bereit. Mit Bundeshilfe sollen bereits 2015 die Präsentationen von Rüstkammer und Münzkabinett öffnen.

Während woanders über Theaterschließungen und radikale Kürzungen nachgedacht werde, setze Sachsen andere Signale - mit den höchsten Pro-Kopf-Ausgaben für Kultur bundesweit, lobte Neumann. Wegen der Fülle von Kultureinrichtungen nationalen und europäischen Ranges engagiere sich der Bund wie in keinem anderen Bundesland außer Berlin. Gerade in Zeiten knapper Kassen sei es Pflicht, in Kultur als Fundament von Geschichte und Identität zu investieren. Die Förderung von Kultur sei „eben keine normale Subvention, sondern Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft und unseres Gemeinwesens“.

Finanzminister Georg Unland (CDU) bezeichnete die Sanierung der einst fürstlichen Wohnräume im Georgenbau als wichtige Etappe beim Wiederaufbau des Schlosses zur „Residenz der Kunst und Wissenschaft“, die eine Generationenaufgabe sei. In zwei Etagen sollen künftig die Schau „Weltsicht und Wissen um 1600“ mit Stücken der Kunst- und der Silberkammer sowie kostbare Münzen von der Antike bis zur Gegenwart und die Geschichte des Geldes präsentiert werden. (dpa)