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„Stand-Up-Paddling ist Leistungssport“

Die Sportlerin des TSV Rotation Dresden bleibt auf Kurs und kann schon einige Erfolge für sich verbuchen.

Die 18-Jährige Hannah Leni Krah war schon in kurzer Zeit erfolgreich als Stand-Up-Paddlerin.
Die 18-Jährige Hannah Leni Krah war schon in kurzer Zeit erfolgreich als Stand-Up-Paddlerin. © Foto: Martin Skurt

Mit 16 Jahren holte sie bereits ihren ersten EM-Titel. Dabei stand Hannah Leni Krah erst ein Jahr auf dem Brett. Nachdem sie jahrelang Rennkanutin bei TSV Rotation war, ist die 18-Jährige nun Stand-Up-Paddlerin. Ein Verkäufer des Surf- und Sportshops „Wild East“ aus Dresden hat sie einst darauf aufmerksam gemacht. Und gleich darauf bestritt sie ihren ersten Wettkampf. „Ich hatte bei den Wettkämpfen von Anfang an das Gefühl dazuzugehören“, erzählt die gebürtige Dresdnerin. Ihr bisher größter Erfolg: erster Platz bei der JWM in Peking, China.

Ihr Erfolg rührt sicherlich auch von ihrer Leistungsbereitschaft. „Um in Wettkämpfen noch schneller zu werden, übe ich zum Beispiel regelmäßig Drehungen um eine Boje – bis mir übel wird“, so die Paddlerin. Die meiste Zeit ist sie dafür in Portugal, zusammen mit ihrem Freund Claudio Nika, den sie bei der Weltmeisterschaft in China kennengelernt hat und der selbst für das italienische Nationalteam paddelt. Mit ihm trainiert sie mittlerweile auch zusammen, meist mehrere Monate am Stück.

„Viele denken, Stand-Up-Paddling ist kein Leistungssport. Doch das Gegenteil ist der Fall – auch wenn es noch keine olympische Disziplin ist.“ In Portugal hat ihr Freund zusammen mit seinem Bruder eine eigene Surf-/Stand-Up-Paddle-Schule. „Hier gibt es quasi jeden Tag die perfekte Welle“, schwärmt sie. „Besonders für das Surf- oder Open-Ocean-Training bietet sich das gut an.“

Gerade auf dem offenen Meer zu surfen, gefällt ihr sehr gut. „Mir macht es richtig viel Spaß, auf dem Meer zu sein. Das ist ein schönes Gefühl“, sagt Hannah Leni Krah. Das motiviere sie, für ihre Wettkämpfe dranzubleiben. „Und natürlich der Erfolg, der spornt auch an. Außerdem lerne ich gern die Wettkampfteilnehmerinnen aus anderen Ländern kennen.“ Mit diesen hält sie sogar regelmäßig Kontakt. „Vor dem Wettkampf sind wir Freunde, aber auf dem Wasser ist jeder wie im Tunnel und will natürlich gewinnen. Das heißt aber nicht, dass wir uns gegenseitig den Erfolg nicht gönnen. Wir freuen uns vielmehr für die anderen.“

Hannah Leni Krah hat dabei so viel Leidenschaft für das Surfen, dass sie sich gar nichts anderes vorstellen kann. Denn auch neben ihrem Sport geht sie gern skaten – mit einem speziellen Surf-Skateboard. „Das habe ich letztes Jahr angefangen und gemerkt: Das macht mir richtig viel Spaß.“ Mit so einem Skateboard fährt sie zum Beispiel auch in der Halfpipe. Denn die Stand-Up-Paddlerin konzentriert sich auch in der Freizeit voll auf den Sport. Dafür erhält sie Unterstützung aus ihrer Familie. Schließlich ist ihre jüngere Schwester Finja ebenfalls professionelle Stand-Up-Paddlerin – und ihr Vater Thomas Unterrainer trainiert sie beide.

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