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Freital

Gedränge auf dem Kunsthandwerkermarkt

Mehr als eintausend Besucher kamen am Sonntag in das Stadtkulturhaus Freital. Eine Fortsetzung ist bereits geplant.

Annett Bouchard (rechts) mit Gästen aus Tharandt an ihrem aufwendig gestalteten Stand im Kleinen Saal des Stadtkulturhauses Freital.
Annett Bouchard (rechts) mit Gästen aus Tharandt an ihrem aufwendig gestalteten Stand im Kleinen Saal des Stadtkulturhauses Freital. © Thomas Morgenroth

Damit hatten weder Veranstalter noch Aussteller gerechnet: Schon eine Viertelstunde vor der Eröffnung des zweiten Kunsthandwerkermarkts drängten sich die Besucher am Sonntagvormittag im Foyer des Stadtkulturhauses Freital. Minutenlang gab es kein Durchkommen mehr. Reichlich eintausend Gäste sollten es bis zum Abend werden, die das Angebot der Akteursrunde Potschappel annahmen, mehr als doppelt so viele wie bei der Premiere.

Das jedenfalls schätzt Simone Lehmann vom Koordinationsbüro für Soziale Arbeit Freital, das die Organisation federführend übernommen hatte. Ganz genau weiß sie es nicht, weil ja kein Eintritt erhoben wird. Angesichts der 800 verkauften Tombolalose aber, für die es attraktive Gewinne gab, wobei nicht jeder Gast ein Los erworben hatte, und des über Stunden nicht abreißenden Stroms an Erwachsenen und Kindern ist die tatsächliche Besucherzahl wahrscheinlich noch höher. „Bin ich hier wirklich in Freital?“, fragte etwa Stefan Vogl staunend, Lehrer am Weißeritzgymnasium und einer der Gäste, der sich einen Weg durch die Menge bahnte.

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Simone Lehmann freut es, fühlt sie sich doch in ihrem Bemühen um die Belebung des Freitaler Stadtteils bestärkt, wobei das Kulturhaus ja streng genommen bereits zu Döhlen gehört. Das große Interesse haben auch die mehr als vierzig Aussteller im Foyer, dem da capo und dem Kleinen Saal wohlwollend registriert. „Das Publikum ist auch viel aufgeschlossener als im vergangenen Jahr“, sagte Armgard Stenzel aus Dresden, bei der Interessierte selbst Schmuck aus Emaille herstellen konnten.

Künstler und Kunsthandwerker aus Freital, Wilsdruff, Tharandt, Heidenau oder Dresden boten ihre Arbeiten an. Das Spektrum reichte von Malerei, Grafik und Keramik über Silberschmuck, Bücher und Filzereien bis zu bemalten Eiern, launigen Basteleien und Porzellan. Eine besondere Ausstellung war die Schauwand unter dem Titel „Dreihandmalerei“ mit Bildern von Kathleen Hoffmann, die nach einem schweren Skiunfall stark bewegungseingeschränkt ist. Davon sind auch ihre Hände betroffen. Sie malt deshalb zusammen mit der Kunsttherapeutin Annett Bouchard.

Die Ergebnisse sind bemerkenswert, wie auch der Zuspruch für den Kunsthandwerkermarkt. Für Simone Lehmann steht deshalb bereits fest, dass es im nächsten Jahr eine dritte Auflage gibt.

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