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Geldsegen aus Envia-Aktien

Der Ziegraer Ortschaftsrat hat pro Jahr etwa 25 000 Euro zur Verfügung. Andere haben nicht so viel Glück.

Von Jens Hoyer
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Symbolfoto: © dpa

Döbeln. Finanziell ist der Ziegraer Ortschaftsrat in einer komfortablen Situation. Zur Belebung des Dorflebens stehen ihm nach der Eingemeindung nach Döbeln die Dividende der Envia-Aktien der früher eigenständige Gemeinde zur Verfügung. Das sind rund 25 000 Euro pro Jahr, mit denen sich die Ortsteile selbstständig den einen oder anderen Wunsch erfüllen können.

Der Ortschaftsrat hatte in seiner Sitzung über die Verteilung von Geld beraten. So wird die Kita in Ziegra für den Kindertag 460 Euro erhalten. „Es ist eine Überraschung für die Kinder geplant“, sagte Ortvorsteherin Helga Busch. Auch die Frauengruppe in Ziegra kann sich über einen kleinen Zuschuss für Bastelmaterial und Blumen freuen. „Die 14 Frauen treffen sich seit 1992 und haben auch schon mal das Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel unterstützt“, so Helga Busch. Ein Zuschuss für den Bau einer Halle für den Ziegraer Bauhof hatte der Ortschaftsrat erst einmal zurückgestellt. Der Hallenbau sei schon lange im Gespräch und dieses Jahr könnte es vielleicht losgehen.

Laut der Vereinbarung mit der Stadt Döbeln stehen Ziegra die Mittel noch zwei Jahre zur Verfügung. In der Vergangenheit waren unter anderem Spielgeräte für den Spielplatz am Ziegraer Rittergut angeschafft worden, sagte Helga Busch. Zudem werden laufende Ausgaben aus dem Fonds beschritten, etwa die Bezahlung der Personen, die das Dorfgemeinschaftshaus/Feuerwehr in Limmritz und den Versammlungsraum in Stockhausen betreuen.

Auch bei der Angliederung von Ebersbach waren dem Ortschaftsrat die Einnahmen aus den Envia-Aktien zur Verfügung gestellt worden. Das endet nach acht Jahren Mitte 2019. Der Ortschaftsrat Mochau kann nicht auf dieses Finanzpolster zurückgreifen. Die Gemeinde hatte seinerzeit ihre Aktien zu Geld gemacht.

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