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Generationenwohnen wird nicht reglementiert

Die SPD/Grüne-Fraktion im Zittauer Stadtrat will, dass beim Bauprojekt an der Chopinstraße mehr auf Denkmalschutz, Mitspracherecht der Bürger und Klimawandel geachtet wird. Die restlichen Räte wollen das nicht.

Von Thomas Mielke
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Ende vergangenen Jahres ist der offizielle Startschuss für das Generationenwohnen an der Zittauer Chopinstraße gefallen.
Ende vergangenen Jahres ist der offizielle Startschuss für das Generationenwohnen an der Zittauer Chopinstraße gefallen. © Foto: SZ-Archiv

Der Zittauer Stadtrat hat mit großer Mehrheit einen Antrag der SPD-/Grünen-Fraktion abgelehnt, nach dem das Gelände des künftigen Generationen-Wohnens an der Chopinstraße mit einem Bebauungsplan überzogen wird. Gründe für den Vorstoß sind Bedenken wegen des Denkmalschutzes, des Mitspracherechtes von Bürgern, Verbänden und Behörden und des Klimawandels. Auf der anderen Straßenseite stünden Häuser - einige davon unter Denkmalschutz - eines Gründerzeitviertels, an das die neue Bebauung angepasst werden sollte, sagte Matthias Böhm (Grüne).  "Ein B-Plan könnte konkretere Vorgaben für eine Bebauung (zum Beispiel Baulinie, Dachform) festsetzen", hieß es zudem in der Erklärung zum Beschlussvorschlag. "Das Aufstellungsverfahren würde zudem eine Anhörung aller tangierter Träger öffentlicher Belange ermöglichen: Neben Konflikten mit dem Denkmalschutz könnten so auch Widersprüche mit der Konzeption der Stadt Zittau zur Klimafolgenabschätzung erörtert und abgewogen werden." Böhm betonte ausdrücklich, dass es ihm nicht um die Verhinderung des Projektes geht.

Das Projekt im Dreieck Kleinbahn, Chopinstraße und ehemaliger Schlachthof mit dem Titel mit dem Namen "Wohngemeinschaft in organisierter Nachbarschaft" war nach einer Vorbereitungsphase Ende vergangenen Jahres offiziell gestartet. Neun Flachdach-Bungalows sind auf einer bisher grünen Wiese vorgesehen. 

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