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Generationswechsel im CDU-Stadtverband

Günter Roßberg war 23 Jahre Vorsitzender. Jetzt tritt er in die zweite Reihe und überlasst das Amt einem Jüngeren.

Von Sylvia Jentzsch
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Der ehemalige Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Hartha Günther Roßberg gratuliert seinem Nachfolger Sven Voigländer (links) zur Wahl.
Der ehemalige Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Hartha Günther Roßberg gratuliert seinem Nachfolger Sven Voigländer (links) zur Wahl. © privat

Hartha. Nach 23 Jahren als CDU-Stadtverbandschef sei es nun Zeit, den Staffelstab an einen Jüngeren zu übergeben. Das meint Günter Roßberg. Nach einer so langen Zeit sei Einiges eingefahren. Dabei benötige die CDU gerade jetzt vor den Kommunalwahlen frischen Wind. Und den soll und will Sven Voigtländer (36) nun dem Stadtverband einhauchen. 

Er ist seit knapp zwei Jahren Mitglied der CDU, Prokurist der Haba Bau- und Verwaltungsgesellschaft, Meister des Maurer- und Betonhandwerks und verfügt über ein großes, sachsenweites Netzwerk. Das hat er sich in den vergangenen Jahren aufgebaut. 

Denn die Liste der Gremien, in denen sich der Harthaer engagiert, ist lang. Dazu gehören unter anderem der sächsische Baugewerbeverband, die Landesinnung Sachsen, bei der er seit vier Jahren Vorstandsmitglied und seit November 2018 neuer Landesfachgruppenleiter Hochbau ist. Sven Voigtländer arbeitet auch im Vorstand der Bauinnung Döbeln. Bei Sozial- und Tarifverhandlungen ist er als Vorstand des Sozialpolitischer Ausschusses dabei.

Der CDU ist der 36-Jährige beigetreten, weil er der Meinung ist, dass mehr jüngere Leute in der Politik mitmischen sollten. Man müsse mit der Zeit gehen. Doch das Wichtigste ist, dass er Spaß an der Sache habe. 

„Dass ich jetzt Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes in meiner Heimatstadt bin, ist für mich auch eine Herausforderung. Ich freue mich auf die Aufgaben, die dieses Amt mit sich bringt“, so Voigtländer. Er hat auch schon Pläne, wie er das mit dem frischen Wind umsetzen will.

„Es muss viel mehr mit den Bürgern gesprochen werden. Meiner Meinung nach haben sie zu wenig Informationen, um bestimmte Dinge verstehen und nachvollziehen zu können“, sagte Voigtländer. Er will mehr Bürgernähe, um zu erfahren, wo bei den Bürgern der Schuh drückt. „Nur so kann man das Vertrauen der Bürger erhalten“, so der neue CDU-Stadtverbandsvorsitzende.

Außerdem will er enger mit den Stadtverbänden von Waldheim und Leisnig zusammenarbeiten. Voigtländer will mehr Öffentlichkeitsarbeit, sowohl mit den Bürgern, aber auch mit den Firmen, gleich ob Handwerker, Händler oder großes Industrieunternehmen. Das fehle ganz einfach in der Stadt. 

„Wir müssen wieder an einen Tisch kommen, gemeinsam über Probleme sprechen oder Informationsveranstaltungen anbieten“, sagte Sven Voigtländer. Um das umzusetzen, könne er auf sein großes Netzwerk zurückgreifen.

Günter Roßberg, der weiterhin im Vorstand als Beisitzer mitarbeitet, blickt zufrieden auf die vergangenen 23 Jahre zurück. „Wir konnten über diese Zeit im Stadtrat immer unsere eigene Note für die positive Entwicklung der Stadt einbringen und die treibende Kraft sein. Wir haben auch immer die stärkste Fraktion im Stadtrat gestellt“, so Roßberg. Ein Manko an Hartha sieht er, dass sich die Bürger am liebsten selbst schlecht reden. Dabei müsse das gar nicht sein.

Die Wahlen waren in Vorbereitung der Nominierung der Kandidaten für die Stadt- und Ortschaftsräte notwendig, die im März erfolgen soll. Stellvertreter von Sven Voigtländer ist Thomas Stemmhildt, die Funktion des Schatzmeisters hat Albrecht Römer übernommen. Beisitzer sind neben Günter Roßberg Friedrich-Wilhelm Prünte und Christian Zimmermann. Der CDU-Ortsverband hat zurzeit 18 Mitglieder.