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Generationswechsel vollzogen und gelungen

Die Ortsfeuerwehr Michalken ist im Verlauf dieses Jahres zu knapp 40 Einsätzen ausgerückt.

Von Ralf Grunert
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Am 9. Juli war zwischen Bröthen und Schwarzkollm ein Feld- und Waldbrand zu bekämpfen.
Am 9. Juli war zwischen Bröthen und Schwarzkollm ein Feld- und Waldbrand zu bekämpfen. © Foto: privat

Bröthen/Michalken. „Hochachtung für die Wehrleitung, die uns abgelöst hat. Macht weiter so!“ Geeignetere Schlussworte für den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Michalken hätte Dieter Winter, der mehr als 20 Jahre lang Ortswehrleiter war und dieses Amt 2014 abgegeben hat, nicht finden können. „Einen besseren Generationswechsel als hier in Michalken kann man kaum vollziehen“, hatte zuvor auch schon der Hoyerswerdaer Feuerwehrchef Dieter Kowark festgestellt. Mit Maik Schönwald und Robert Winter als Stellvertreter haben seinerzeit zwei junge Leute in der aktuell 46 Mitglieder zählenden Ortsfeuerwehr Verantwortung übernommen. „Hier wird Feuerwehr nicht nur abgearbeitet. Hier wird Feuerwehr gelebt. Hier stehen alle hinter der Wehr und zu ihrer Feuerwehr“, erklärte Dieter Kowark mit Blick in die Runde der Feuerwehrleute und ihrer Angehörigen, die sich zum geselligen Jahresabschluss im Gerätehaus eingefunden hatten.

Ortswehrleiter Maik Schönwald gab einen mit vielen Zahlen und unterhaltsamen Anmerkungen gespickten Jahresrückblick. So rückten die Kameraden zu 23 Brandeinsätzen aus. Das waren zwar fünf weniger als im Jahr zuvor. Allerdings haben sich die Einsatzstunden auf knapp 40 Stunden fast verdoppelt. Zehnmal wurden die Michalkener Feuerwehrleute zu Hilfeleistungen unter anderem bei Unfällen und zur Beseitigung von Sturmschäden hinzugezogen. Von den insgesamt 37 Einsätzen betrafen 20 den Ortsteil Bröthen/Michalken, davon waren in zwölf Fällen Brände zu löschen, unter anderem der Brand des Michalkener Hexenhaufens. „Die Nachwache war gerade nach Hause gegangen, als der Haufen angezündet wurde“, erinnerte Maik Schönwald. Es habe auf der Kippe gestanden, ob am Abend überhaupt ein Hexenfeuer würde stattfinden können. „Traditionen hin oder her. Das war eine große Dummheit.“ Bemerkenswert war ein Einsatz Ende November. Da ging es nach Schwarzkollm, wo ein Berg Strohballen brannte. Weil ein Teil des Löschwassers aus einem Gülle-Überlaufbecken gezogen worden war, sprach Maik Schönwald schmunzelnd von einem „sehr geruchsintensiven Einsatz“.

Abseits des Einsatzgeschehens wird auch die Geselligkeit gepflegt. Weihnachtsbaumbrennen, Zampern, Frauentagsfeier, Hexenbrennen und das Sommerfest, diesmal anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Alters- und Ehrenabteilung, waren Höhepunkt. Ein weiterer ist der Nachtpokal im Löschangriff mit der Gruppenstafette der Jugendfeuerwehren. Die 20. Auflage wird am 11. Mai 2019 gestartet.

Großes Augenmerk genießt die Nachwuchsarbeit. 14 Mitglieder zählt die Kinder- und Jugendfeuerwehr, acht Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren und sechs, die acht Jahre und älter sind. Hier arbeiten die Ortsfeuerwehren in Michalken und Bröthen eng zusammen, wie Jugendwart Maik Petzold berichtete. „Die Kinder freuen sich schon darauf, dass sie acht Jahre alt werden und mit nach Bröthen rüberkönnen.“ In Bröthen werden die älteren Kinder ausgebildet, in Michalken die jüngeren.

Passend dazu meinte Ortvorsteher Lothar Kujasch, der sich noch gut an die früher zwischen den Wehren herrschenden Spannungen erinnert, dass er sehr angetan davon ist, wie „die beiden Wehren in Bröthen und Michalken immer mehr zusammenwachsen und zusammenhalten“.