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Genügend Platz an Freitals Schulen

Trotz Zuzug und anhaltend hoher Geburtenzahlen nimmt die Zahl der Schüler nur leicht zu – und vielleicht bald wieder ab.

Von Annett Heyse
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Die Stadt Freital möchte die Oberschule Hainsberg sanieren und erweitern.
Die Stadt Freital möchte die Oberschule Hainsberg sanieren und erweitern. © Foto: Karl-Ludwig Oberthür

Freitals Schulen haben für die kommenden Jahre genügend Platz, um alle Schüler aufzunehmen. Zu diesem Schluss kommen die Mitarbeiter im Jugend- und Bildungsamt des Landkreises. „Für die Grundschulen in Freital ist aus heutiger Sicht kein Engpass erkennbar. Auch die Oberschulen bieten aktuell ausreichend Platz für alle“, teilt Irina Heise, Leiterin des zuständigen Amtes, mit. Dort rechnet man lediglich im Bereich der Oberschulen mit sogenannten Umverteilungen. Die treten dann ein, wenn für eine Schule mehr Anmeldungen vorliegen, als Plätze vorhanden sind. In so einem Fall werden Schüler an andere Einrichtungen geschickt.

Die Schülerzahlen in den fünften Klassen an den drei städtischen Oberschulen bewegen sich seit Jahren zwischen 150 und 190 Anmeldungen pro Jahr. Für die nächsten drei Jahre wird kein signifikanter Sprung nach oben prognostiziert. „Eine Standorterweiterung ist aus Sicht des Landkreises aktuell nicht notwendig“, sagt Heise. Das Weißeritzgymnasium betreffend müsse man abwarten, wie sich die Schülerströme in Richtung Wilsdruff festigen werden. Dort wird derzeit ein neues Gymnasium gebaut, das im Sommer bezugsfertig sein soll. Die Wilsdruffer könnten bis zu drei fünfte Klassen pro Schuljahr eröffnen.

Gebaut wird an Freitals Schulen dennoch. Die Stadt möchte die Oberschule Hainsberg sanieren und erweitern. Geplant ist eine Aufstockung, zudem wird ein Anbau errichtet. Zusätzliche Klassen werden nach der Sanierung aber nicht eingeschult – es geht vielmehr darum, mehr Platz in der zweizügigen Schule für den laufenden Betrieb zu schaffen.

Um den Bedarf für die Zeit nach 2022 beurteilen zu können, wird im Landratsamt derzeit eine neue Schulnetzplanung erarbeitet. Nach Auskunft der Behörde soll sie voraussichtlich im dritten Quartal 2020 dem Kreistag zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Die Prognosen für die Bevölkerungsentwicklung in der Region gehen von leicht sinkenden Geburtenzahlen aus. So errechnete die Bertelsmann-Stiftung für 2025 nur noch mit 7,8 Geburten je 1 000 Einwohnern. Derzeit liegt der Wert noch bei 8,5. Im Jahr 2030 könnte er sogar auf 7,5 Neugeborene fallen.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/freital vorbei.

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