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Cannabis hat unsere Familie zerstört

Ramon aus Radebeul fing mit 14 an zu kiffen, mit 20 war er schizophren, vermutlich durch die Droge. Jetzt, mit 30, kämpft er sich ins Leben zurück – mit unklarem Ausgang. Seine Mutter über seinen Abstieg und ihre Ohnmacht.

Von Susanne Plecher
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Seit mehr als zwölf Jahren lebt Corinna Hanusch* damit, dass ihr Sohn drogensüchtig ist. Spaziergänge am Elbufer helfen ihr, sich zu entspannen.
Seit mehr als zwölf Jahren lebt Corinna Hanusch* damit, dass ihr Sohn drogensüchtig ist. Spaziergänge am Elbufer helfen ihr, sich zu entspannen. © kairospress

Corinna Hanusch* sitzt am Fenster. Sie hat einen Zitronenkuchen gebacken, Kaffee gekocht und lässt kurz den Blick über die sonnige Straße schweifen. Sanierte Häuser zieren den Anger des kleinen Weindorfes bei Radebeul. Die Auslagen der Geschäfte sind hübsch, in den Vorgärten blüht es bunt. Man gibt sich Mühe in dieser beliebten Wohngegend. Die pensionierte Lehrerin atmet kurz durch, sortiert ihre Gedanken und spricht:

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