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Diese Besuchsregeln gelten jetzt in Kliniken

Alle Krankenhäuser im Landkreis Görlitz haben neue Regeln erlassen. Hier steht, wie sie aussehen.

In allen Krankenhäusern gilt Besuchsverbot. Auf dem Foto desinfiziert sich Chefarzt Rainer Stengel im Emmaus-Krankenhaus Niesky die Hände.
In allen Krankenhäusern gilt Besuchsverbot. Auf dem Foto desinfiziert sich Chefarzt Rainer Stengel im Emmaus-Krankenhaus Niesky die Hände. © André Schulze

Aufgrund des Infektionsgeschehens sind Besuche von Patienten in den Krankenhäusern des Landkreises Görlitz derzeit auch für nahe Angehörige nicht gestattet. Das betrifft das Städtische Klinikum Görlitz, das Malteser-Krankenhaus St. Carolus Görlitz, das Krankenhaus Emmaus Niesky, das Orthopädische Zentrum Martin-Ulbrich-Haus Rothenburg sowie die kommunal geführten Krankenhäuser Klinikum Oberlausitzer Bergland mit seinen beiden Standorten Zittau und Ebersbach-Neugersdorf und das Kreiskrankenhaus Weißwasser.

Ausnahmen bestehen bei medizinischen oder ethisch-sozialen Gründen wie schweren Krankheitsverläufen, lebensbedrohlichen Situationen, so beispielsweise auf der  Intensivstation oder Palliativstation. In diesen Fällen würden die Ärzte den Kontakt mit den Angehörigen halten, teilt Melanie Freiwerth, Pressesprecherin des Städtischen Klinikums Görlitz mit. Auch bei Geburten würden Ausnahmen zugelassen.

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Unterschiedlich gehen die Einrichtungen mit  den Voraussetzungen für einen Patientenbesuch im Ausnahmefall um. Das Klinikum Görlitz bittet darum, von seiner Internetseite ein "Kontaktformular für Besucher" herunterzuladen und mitzubringen. Im Carolus-Krankenhaus sollen die Besucher am Haupteingang vorsprechen. Dann werde das Anliegen geprüft und Rücksprache mit der Station gehalten, sagt Carolus-Pressesprecherin Stephanie Hänsch. Im positiven Fall könne dann eine Person maximal eine Stunde den Patienten besuchen.  Auch auf der Internetseite von Carolus gibt es ein Besucher- und Patientenformular. Allerdings heißt es hier, dass dieses ausgedruckt und ausgefüllt mitgebracht werden "kann".

Im Krankenhaus Emmaus Niesky sollten sich Besucher von palliativen und schwerstkranken Patienten an der Rezeption melden. Dort würden diese dann befragt und müssten ein Formular ausfüllen, so Pressereferent Victor Franke. An der Rezeption können Angehörige auch Artikel des täglichen Bedarfs hinterlegen. Ähnlich sei die Verfahrensweise im Orthopädischen Zentrum Martin-Ulbrich-Haus Rothenburg, teilte auf Nachfrage Hygiene-Schwester Sarah mit. 

In den von der Managementgesellschaft Gesundheitszentrum des Landkreises Görlitz mbH geführten Krankenhäusern Weißwasser und Oberlausitzer Bergland in Zittau und Ebersbach/Sachsen besteht das Besuchsverbot bereits seit Donnerstag vergangener Woche. Ob es Ausnahmen gebe,  entscheide im konkreten Fall das Personal, sagt Pressesprecherin Dr. Jana-Cordelia Petzold auf Nachfrage. Man versuche stets, den Interessen der Patienten und ihrer Angehörigen soweit möglich entgegenzukommen.

Das generelle Besuchsverbot in den Krankenhäusern gilt auf unbestimmte Zeit.

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