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102 gemeldete Keuchhustenfälle in Sachsen

Erwachsene erkranken zwar nicht so schwer wie Kinder, sind aber hochgradig ansteckend. Die Barmer ruft deshalb zur Impfung auf.

Von Stephanie Wesely
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Lang anhaltender Husten kann bei Erwachsenen auf Keuchhusten hinweisen.
Lang anhaltender Husten kann bei Erwachsenen auf Keuchhusten hinweisen. © dpa

In diesem Jahr sind in Sachsen viel mehr Menschen an Keuchhusten erkrankt als 2022. Laut Robert-Koch-Institut wurden bis Ende November 102 Erkrankte gemeldet, im Jahr zuvor waren es noch 73. Doch die Dunkelziffer sei hoch.

„Denn Keuchhusten verläuft bei Erwachsenen oft leichter als bei Kindern und wird damit nicht immer erkannt“, sagt Barmer-Landesgeschäftsführerin Monika Welfens. So sei der Husten bei Erwachsenen zwar sehr langanhaltend, aber weniger heftig. Das könne bis zu zehn Wochen andauern. Kinder haben oft krampfartige Hustenanfälle, Fieber und keuchende Atemgeräusche. „Dennoch ist der erkrankte Erwachsene hochgradig ansteckend. Das gefährdet besondere Babys, die noch keinen Impfschutz haben“, sagt sie.

Die Barmer ruft deshalb alle Erwachsenen dazu auf, ihren Impfschutz zu überprüfen. Für Kinder in Sachsen werden folgende Impfungen empfohlen: drei Impfungen zwischen drittem und fünftem Lebensmonat, eine Impfung im zweiten Lebensjahr, eine im sechsten und eine im elften Lebensjahr. Erwachsene sollte ihren Impfschutz alle zehn Jahre auffrischen lassen. Liege die letzte Impfung etwas länger zurück, reiche dennoch meist eine einmalige Immunisierung, so Welfens. Der Hausarzt könne dazu beraten. Keuchhusten wird meist zusammen mit Diphtherie und Tetanus geimpft.

Besonders vor geplanten Reisen nach Dänemark sollte auf einen vollständigen Impfschutz geachtet werden, da dort derzeit besonders viele Menschen an Keuchhusten erkranken, informiert das Centrum für Reisemedizin.