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Telefonseelsorge blickt zurück und sucht Ehrenamtler

Wer Sorgen hat, die er nicht mit Familie oder Freunden besprechen kann, findet hier jemanden, der zuhört und tröstet. Seit 20 Jahren gibt es den Dienst in Görlitz.

Symbolbild
Symbolbild © Jens Schierenbeck/dpa

Ein offenes Ohr für Menschen in Not, anonym und kostenlos - das bieten Mitarbeiter der Telefonseelsorge Oberlausitz denjenigen, die anonym dort anrufen. Seit 20 Jahren gibt es diesen Dienst nun in Görlitz. 

1999 fand der erste Ausbildungskurs statt und im Jahr 2000 gingen die Görlitzer Ehrenamtlichen an die Leitung des Krisentelefones. "Ein Zeitraum, in dem sich technisch einiges veränderte. Aber eines blieb immer gleich: Auch wenn man bei der ehrenamtlichen Mitarbeit in der Telefonseelsorge nicht wenig einbringen muss – seine Zeit, sich selbst als Person, Offenheit, Verbindlichkeit – gleichen sich Geben und Nehmen doch aus", erklärt Nicole Hackel, stellvertretende Leiterin der Telefonseelsorge, mit. So gebe es eine Mitarbeiterin, die bereits von Anfang an dabei ist.

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Die Einrichtung, die von der Diakonie Bautzen getragen wird, sucht weitere ehrenamtliche Mitarbeiter. Im Januar 2021 startet ein neuer Ausbildungskurs. Am 4. November wird die Telefonseelsorge bei einem Informationsabend in den Räumen der Caritas Görlitz am Wilhelmsplatz 2 ihre Arbeit vorstellen.

"Anders als in vielen Bereichen der Freiwilligenarbeit, in denen die Unterstützung einer Sache oder von Menschen im direktem Arbeiten von Angesicht zu Angesicht geleistet wird, kommt am Krisentelefon nur anonym und auf akustischem Wege zustande", erklärt Hackel. Das mache es den Anrufern leichter, über Themen zu reden, die sehr persönlich und intim sind, die sie vielleicht noch nicht einmal mit Freunden oder Familienmitgliedern besprechen. Sehr häufig gehe es in den Telefonaten nämlich um Probleme im Familien- und Freundeskreis. Auch Einsamkeit und psychischer Kummer seien bei den Telefonaten Thema.

Die Seelsorger haben in erster Linie die Aufgabe, den Betroffenen zuzuhören. Die Verantwortung für das Lösen der Probleme bleibt bei den Anrufern. Die Seelsorger trösten, stützen, motivieren oder hinterfragen sie. Zusammen schauen sich die Gesprächspartner unterschiedliche Möglichkeiten und wahrscheinliche Konsequenzen dieser an. In einigen Fällen wird auch über Optionen gesprochen, spezielle Beratungsangebote zu nutzen. (SZ)

Wer sich als Telefonseelsorger bewerben will, kann sich bei der Diakonie Bautzen informieren oder telefonischen Kontakt aufnehmen: 03591/481660

Sollten Sie ein Seelsorgegespräch führen wollen, wählen Sie die kostenfreie Nummer des Krisentelefons: 0800 111 0 111 / 222

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