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Polizei fasst Schwarzarbeiterin im Reisebus

Sie hatte 3.800 Euro illegalen Lohn dabei. Beamte erwischten sie bei Kodersdorf. Auch in Görlitz schnappten sie Straftäter. Einer davon musste ins Gefängnis.

Symbolbild
Symbolbild © SZ/Uwe Soeder (Symbolbild)

Eine 56-Jährige aus der Ukraine ist nun zum Fall für die Ausländerbehörde geworden - ihr droht die Ausweisung.

Wie Michael Engler, Sprecher der Bundespolizei Ludwigsdorf, mitteilt, bestehe zum einen der dringende Verdacht, dass sie ohne Genehmigung als Pflegekraft bei Sindelfingen gearbeitet habe. Die Beamten haben 3.800 Euro illegalen Lohn von der Verdächtigen beschlagnahmt. Zum anderen hat sich die Reisende ersten Erkenntnissen nach dauerhaft seit Ende Februar dieses Jahres in Deutschland aufgehalten. "Als Touristin hätte sie jedoch wenige Tage vor Ende Mai das Land wieder verlassen oder sich um ein Visum oder einen Aufenthaltstitel kümmern müssen", erklärt Engler.

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Die Frau war am Dienstagabend gegen 21.45 Uhr auf der Autobahn bei Kodersdorf von einer Streife der gemeinsamen deutsch-polnischen Dienststelle in einem Reisebus angetroffen worden.

Illegaler Einwanderer muss 100 Euro zahlen

Bundespolizisten haben am Mittwochabend gegen 19.25 Uhr am Bahnhof von Görlitz einen 23-jährigen iranischen Straftäter gefasst. Als sie ihn überprüften, stellten sie laut Engler fest, dass mehrere Behörden seinen Namen auf die Fahndungsliste gesetzt hatten, so etwa so die Ausländerbehörde Magdeburg wegen eines Verstoßes gegen das Asylgesetz und die Staatsanwaltschaft Magdeburg wegen Bedrohung. Im Zusammenhang mit dem Verdacht der Bedrohung hatte das Amtsgericht Magdeburg Ende September bereits bestimmt, dass er eine Strafe zahlen sollte. Einen Teil davon - immerhin 100 Euro - zogen die Bundespolizisten ein.

Straftäter sitzt jetzt im Gefängnis

An der Görlitzer Parkstraße haben Bundespolizisten am Dienstagabend gegen 22.30 Uhr einen 28-jährigen Straftäter aus Polen gefasst. Er war zuvor wegen gefährlicher Körperverletzung vom Amtsgericht Würzburg zu einer Geldstrafe von 2.700 Euro verurteilt worden. Da er diese Summe nicht aufbringen konnte, sei er nun "für die nächsten Wochen in der Justizvollzugsanstalt anzutreffen", so der Bundespolizei-Sprecher.

47-Jähriger entgeht dem Knast

Gegen die Zahlung von 60 Euro ist ein Pole dem Aufenthalt im Gefängnis entgangen. Der 47-Jährige war am Dienstagmorgen gegen 6.45 Uhr in Autobahnnähe bei Kodersdorf von der Bundespolizei zunächst festgenommen worden. Zu diesem Zeitpunkt lag noch ein
Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau vor, der nach der Begleichung der offenen Forderung wieder gelöscht wurde. Der Haftbefehl war vor einem knappen Monat in einer Bußgeldangelegenheit gegen den Betroffenen erlassen worden. (SZ)

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