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Scheitern ausgeschlossen

Die Pläne für die Görlitzer Kaufhaus-Sanierung sind fast fertig. Dass es ausgerechnet jetzt noch mal zum Konflikt kommt, überrascht nicht. Ein Kommentar.

©  Montage: SZ-Bildstelle

Die Wiederbelebung des Görlitzer Kaufhauses stand in den vergangenen  zehn Jahren schon oft auf der Kippe. Irgendwie ging es immer weiter. Und auch die jetzige Krise, wenn es eine ist, wird nicht die letzte sein.

Das Kaufhaus ist mittlerweile fast schon zum Heilbringer für die Stadtbelebung geworden. Man kann sich kaum noch vorstellen, was passiert, wenn es nicht saniert und neu, schön und attraktiv eröffnet wird.

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An dieser Entwicklung tragen Stadt wie Investor ihren Anteil. Die Stadt verknüpfte Fragen des innerstädtischen Parkens, der Gestaltung seiner Stadtmitte mit dem Kaufhaus. Der Investor musste seine Pläne verändern und damit akzeptieren, was alle von Anfang an sagten: Das Kaufhaus allein ist zu klein, um es wirtschaftlich zu betreiben.

Nachdem die diffizilen Denkmalschutz-Fragen im Kaufhaus selbst scheinbar gelöst sind, wäre es aber geradezu verrückt, wenn dessen Sanierung nun an der Gestaltung des Parkhauses scheitern sollte. 

Ob es freilich hilfreich für das Gelingen des Vorhabens  war, dass Stöcker sein "Ultimatum" in die Öffentlichkeit trug, ist fraglich. Schließlich stehen nun Stadt und Denkmalbehörde unter einem enormen Druck: Lehnen sie den Abriss der Villen ab, müsste Stöcker seinen Worten auch Taten folgen lassen. Geben sie die Genehmigung für den Abriss, hätte das Signalcharakter für künftige Investoren.

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In der Sache allerdings spricht vieles für Stöckers Anliegen. Deswegen ist jetzt nicht die Zeit für Ultimaten, sondern für geduldiges Verhandeln aller Seiten. Dass Stadt und Landesbehörde unisono erklären, hinter der Sanierung des Kaufhauses zu stehen, zeigt, dass auch sie wissen, um was es hier geht.

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