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Erneute Schockanrufe im Landkreis Görlitz

In Reichenbach hat eine Passantin eine 85-Jährige vor Betrügern bewahrt. In mindestens 20 weiteren Fällen im Kreis probierten Straftäter den Enkeltrick.

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Symboilbild © dpa Sebastian Gollnow (Symbolfoto)

Eine Seniorin in Reichenbach ist am Dienstagnachmittag beinahe Betrügern zum Opfer gefallen, teilt Polizeisprecher Sebastian Ulbrich mit. Am Telefon meldete sich bei ihr mehrmals am Tag eine junge Frauenstimme und forderte sie auf, Amazon-Gutscheine im Wert von jeweils 50 Euro zu kaufen.

Die Frau machte sich schließlich auf den Weg zum Supermarkt. Einer aufmerksamen Passantin fiel das nervöse Verhalten der Rentnerin auf. Sie entlarvte den Betrugsversuch und informierte die Polizei, bevor der Seniorin ein Schaden entstand.

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In mindestens 20 weiteren Fällen im Landkreis Görlitz versuchten Betrüger mit Schockanrufen ältere Personen um ihre Ersparnisse zu bringen. Im Revierbereich Zittau-Oberland registrierte die Polizei elf Anrufe, im Bereich Görlitz wurden neun derartige Betrugsversuche bekannt. Am Telefon meldeten sich falsche Polizeibeamte oder weinend vermeintliche Enkel der Angerufenen. Letztere hätten bei einem Verkehrsunfall eine Person getötet und benötigten nun Beträge bis zu 50.000 Euro, um nicht ins Gefängnis zu kommen. Die Betrüger fragten als Zahlungsmittel auch nach Münzen und Gold. Zu einer Geldübergabe kam es nicht.

In der jüngsten Vergangenheit hatten sich solche Fälle mehrfach gehäuft. In allen Betrugsfällen übernahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen und rät weiterhin zu höchster Wachsamkeit: "Gehen Sie nicht auf Geldforderungen am Telefon ein! Sprechen Sie zuallererst mit Angehörigen und der Polizei über solche Vorfälle - so viel Zeit muss sein. Die Täter wirken mitunter äußerst professionell und versuchen Sie emotional einzuwickeln." Die Polizei warnt davor. Anrufe von angeblichen Verwandten in Geldnot sollten immer stutzig machen. Polizisten und Staatsanwälte klären Geldangelegenheiten niemals am Telefon. (SZ)

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Kellereinbrecher stehlen Kärcher

Aus einem Keller an der Antonstraße in Görlitz haben Unbekannte zwischen Sonntag- und Dienstagmorgen einen Kärcher-Reiniger im Wert von etwa 80 Euro gestohlen. Die Straftäter verschafften sich auch zu einem weiteren Keller gewaltsam Zutritt. Ob dort etwas entwendet wurde, ist bislang nicht bekannt. Der Sachschaden belief sich auf rund 20 Euro. Der Kriminaldienst in Görlitz ermittelt.

Diebe suchen Firma heim

In der Nacht zum Mittwoch ist es im Görlitzer Gewerbering zu einem Einbruch in eine Firma gekommen. Die Täter drangen gewaltsam in das Gebäude ein und verursachten dabei einen Sachschaden von ungefähr 1.000 Euro. Der Einbruch blieb jedoch nicht unbemerkt. Ein Mitarbeiter rief die Polizei, welche sofort herbeieilte. Die Unbekannten waren jedoch bereits verschwunden, als die Beamten eintrafen. Sie erbeuteten unter anderem Akkuschrauber, Bohrhammer und -maschinen. Das Diebesgut hatte nach ersten Schätzungen einen Wert von mehreren tausend Euro. Die Uniformierten leiteten eine sofortige Fahndung nach den Langfingern ein und sicherten wichtiges Spurenmaterial. Die Soko Argus ermittelt.

Polizei schnappt vier Maskenmuffel

Polizisten haben am Dienstagnachmittag und -abend in der Görlitzer Innenstadt bei einer Kontrolle insgesamt vier Personen im Alter von 20, 54, 61 und 67 Jahren erwischt, die keinen Mund-Nasen-Schutz trugen. Die Beamten erstatteten entsprechende Anzeigen.

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