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Görlitzer Gefängnis randvoll – auch wegen Schleusern

Erfolge der Bundespolizei haben Folgen für die Gerichte und Justizvollzugsanstalten. Der Fall eines Usbeken vor dem Amtsgericht ist exemplarisch.

Von Frank Thümmler
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Bei ihren Kontrollen macht die Bundespolizei oft solche Entdeckungen wie hier auf der A4 im Sommer: Flüchtlinge auf der Ladefläche eines Transporters.
Bei ihren Kontrollen macht die Bundespolizei oft solche Entdeckungen wie hier auf der A4 im Sommer: Flüchtlinge auf der Ladefläche eines Transporters. © Bundespolizei

Der Mann auf der Anklagebank des Görlitzer Amtsgerichts am Donnerstag ist ein 35-jähriger Usbeke, der lange in der Ukraine gelebt hat, dort die Staatsbürgerschaft beantragt hat und Anfang des Jahres mit seiner Familie – Ehefrau, drei kleinen Kindern und den Eltern – nach Deutschland geflüchtet ist.

Vorgeworfen wird ihm, im Mai und Juni dieses Jahres mit seinem VW Crafter, einem Kleintransporter, drei Schleuserfahrten mit 16, 18 und 19 Migranten (darunter auch Kinder) durchgeführt zu haben. Von der ungarisch-serbischen Grenze über Ungarn, die Slowakei in Tschechien bis nach Deutschland. Zweimal reiste er über Bad Schandau ein, beim dritten Mal über den Grenzübergang in Zittau, wo er erwischt wurde.

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