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Görlitz

Bau: Jede zweite Lehrstelle im Kreis Görlitz ist noch frei

Die Gewerkschaft fordert die Betriebe auf, mit besseren Arbeitsbedingungen zu werben.

Symbolbild
Symbolbild © IG Bau

Von Josefin Kauk

Berufe der Baubranche stoßen in diesem Jahr unter Jugendlichen auf wenig Gegenliebe. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) berichtet davon, dass 410 der 950 gemeldeten Ausbildungsplätze im Landkreis Görlitz noch zu vergeben sind. Bleiben diese Stellen unbesetzt droht nach ihrer Einschätzung eine Verschärfung des Fachkräftemangels in der Region.

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Dabei sind die Löhne von Auszubildenden im Baugewerbe im Vergleich zu anderen Branchen sehr hoch. Schon im zweiten Lehrjahr sind Vergütungen um die 1.000 Euro möglich. Trotzdem bewerben sich deutlich weniger Schulabgänger auf Ausbildungsplätze in dieser Branche. Auch bereits ausgebildete Fachkräfte verlassen häufiger ihren Baubetrieb nach der Lehre. Gründe dafür seien laut der IG Bau die harten Arbeitsbedingungen und lange, unbezahlte Fahrzeiten zu den Baustellen.

Nach Vorstellung der Gewerkschaft könnten die Baubetriebe daran selbst etwas ändern und fordert höhere Löhne und Entschädigungen für Wegezeiten in den laufenden Tarifverhandlungen.

Prinzipiell ist die Auftragslage in der Baubranche gut. Zunehmend aber haben Kommunen Schwierigkeiten, ihre Bauprojekte zu finanzieren. Zuletzt musste erst der Kreis Görlitz geplante Straßensanierungen aus diesem Grund zurückstellen.

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