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Klinikum Görlitz: Krebs-Experte appelliert an Frauen über 70

Eine neue Regelung ermöglicht auch über 70-jährigen Frauen die wichtige Vorsorge-Untersuchung. Wo und wie das in Görlitz möglich ist.

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Steffen Handstein, Chefarzt und Leiter des zuständigen Mammazentrum im Klinikum Görlitz.
Steffen Handstein, Chefarzt und Leiter des zuständigen Mammazentrum im Klinikum Görlitz. ©  Archivfoto: Paul Glaser

Seit dem 1. März dürfen Frauen bis zum vollendeten 76. Lebensjahr an der Brustkrebs-Früherkennung teilnehmen. Bislang war das Screeningprogramm Frauen zwischen 50 und 69 Jahren vorbehalten. Sie werden alle zwei Jahre zur Vorsorge-Röntgenuntersuchung der Brust eingeladen.

Steffen Handstein ist der Chefarzt und Leiter des Mammazentrums im Klinikum Görlitz, und sagt dazu: "Die Ausweitung des Mammografiescreenings ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Brustkrebs." Denn die zunehmende Lebenserwartung führe zu einer höheren Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Erkrankungen. "Ein längeres Screening ermöglicht daher ein frühzeitiges Erkennen von kleinen Tumoren, bevor eine Lymphknotenbeteiligung auftritt. Das führt zu einer verbesserten Prognose auch für Frauen über 70", so der Experte.

So können Patientinnen Termine vereinbaren

Hinzu komme, dass manche ältere Frauen nicht mehr regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen bei ihrem Frauenarzt gehen. Deshalb sei das Screening eine Möglichkeit, auch ältere Frauen zu erreichen und zu untersuchen.

Frauen über 70 Jahre können sich ab dem 1. Juli 2024 bei den Vergabestellen Termine geben lassen. Diese erreichen sie telefonisch unter: 0371 918505999. Im Internet sind alle Informationen unter mamma-zentrum.klinikum-goerlitz.de abrufbar. Außerdem ist das Klinikum unter der E-Mail-Adresse [email protected] zu erreichen.

Vom Klinik-Team heißt es, das Screening bietet mit persönlichen Einladungen zur Untersuchung die Chance einer frühzeitigen Diagnostik und zur Erkennung pathologischer Gewebeveränderungen.