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Das sind die neuen Meridianpreisträger

Alles anders ist 2020 auch beim Görlitzer Ehrenamtspreis. Er soll erst im kommenden Frühsommer verliehen werden. Aber die Namen stehen schon fest.

Der Görlitzer Meridianpreis: Jedes Jahr geht er an fünf ehrenamtlich Engagierte.
Der Görlitzer Meridianpreis: Jedes Jahr geht er an fünf ehrenamtlich Engagierte. © Stadtverwaltung Görlitz

Zum 22. Mal sollten wie immer Anfang Dezember die Meridianpreise überreicht werden. Doch die Verleihung ist eine von vielen Veranstaltungen, die erstmal der Corona-Pandemie zum Opfer fallen. Nächstes Jahr soll sie in würdigem Rahmen nachgeholt werden - zusammen mit dem Oberlausitzer Kreissportbund, der seine „Ehrenamtlichen im Sport“ kürt. 

Auch wenn das noch Monate dauert, hat der Stadtrat am Donnerstag beschlossen, wer dieses Jahr die Görlitzer sind, die eine für das Gemeinwesen bedeutende, gemeinnützige Aufgabe erfüllen und sich durch vorbildliches bürgerschaftliches Engagement derart auszeichnen, dass sie den Meridian des Ehrenamts verdienen. 

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Vorschläge dazu kamen von den Görlitzern selbst. Vereine, Verbände, Kirchgemeinden, Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen waren aufgerufen, ehrenamtlich Tätige aus ihren Reihen zu bestimmen. 19 Vorschläge waren bis Ende August im Büro des Oberbürgermeisters eingegangen. Das sind die Preisträger:

Thomas Seyda

Seit 2003 ist Thomas Seyda Kirchenmusikdirektor und seit 2011 auch Diözesankirchenmusikdirektor im Bistum Görlitz. Er gibt vielseitige Konzerte, außerdem war er von 2000 bis 2017 Leiter des Domchores. Seyda engagiert sich in der Nachwuchsarbeit, unterrichtet sogar in Cottbus. Er veranstaltet Konzerte zur finanziellen Unterstützung von Hilfsbedürftigen und leitet derzeit das „Niederschlesische Kammerorchester“.

Thomas Seyda
Thomas Seyda © Foto: Raphael Schmidt

Daniela Burghardt

Sie ist seit zehn Jahren Erste-Hilfe-Ausbilderin beim DRK und übernimmt pro Jahr 15 bis 20 Erste-Hilfe-Kurse. Parallel unterstützt sie ehrenamtlich die Blutspende - kümmert sich dort um die Aufnahme der Blutspender und deren Versorgung nach der Blutentnahme. Seit 2017 ist sie auch zuständig für die psychosoziale Notfallversorgung und ebenfalls seit 2017 in der Krisenintervention/Notfallseelsorge tätig. Das heißt, sie begleitet die Polizei beim Überbringen von Todesnachrichten, betreut Familien nach einem Suizid eines geliebten Menschen, steht ihnen bei Kindstod und missglückter Reanimation bei oder kümmert sich um Einsatzkräfte, die Kameraden verloren haben. 

Daniela Burghardt
Daniela Burghardt © Pawel Sosnowski/80studio.net

Conny Kahle

Conny Kahle ist Gründerin der Facebook-Seite „Görlitz Insider“, die seit dem 16. Juni 2014 aktiv ist. Im Laufe dieser Zeit sammelten sich etwa 15.600 Abonnenten, die der Facebook-Seite folgen. "Sie führt die Seite mit viel Herzblut, rein ehrenamtlich und hält sich immer im Hintergrund", heißt es in der Begründung. "Außerdem ist es ihr wichtig, gut recherchierte Informationen an die Bürgerinnen und Bürger weiterzugeben. Abonnenten sind dank ihr bestens informiert, gut beraten und auf aktuellem Stand, was Görlitz und die Umgebung betrifft."

Conny Kahle
Conny Kahle © nikolaischmidt.de

Anne Kraft-Liebig

Seit 2013 ist Anne Kraft-Liebig in Görlitz als "die Spendenfee" bekannt. Sie sammelt für Kranke, Menschen mit einem Schicksalsschlag oder Personen, die vorübergehend in Not geraten sind. Die dreifache Mutter erreicht Bedürftige stets persönlich auf kurzem Wege, außerdem geht ihr Engagement über die Landesgrenze bis zum polnischen Mutter-Kind-Heim hinaus. Sie stellt beispielsweise Spendenboxen im Kaufland für den "Görlitzer Stadtrand", das Mutter-Kind-Heim in Polen und die Görlitzer Tafel zur Verfügung oder kocht auf dem Weihnachtsmarkt um Spenden einzuholen. Außerdem sortiert sie die Spenden selbst und liefert sie auch aus. Durch die Transparenz kann man vom Eingang der Spende bis zum Empfänger alles mitverfolgen. Ungefähr 1.400 Menschen folgen ihr im sozialen Netzwerk und helfen mit.

Anne Kraft-Liebig
Anne Kraft-Liebig © privat

Karin Ammer  und Ludwig Ammer

Ludwig Ammer, Pfarrer im Ruhestand, hat 2004 das „Fest der Kulturen unserer Welt“ initiiert und es etwa 15 Jahre begleitet. Außerdem hat er 2009 den Multi-Kulti-Stammtisch auf den Weg gebracht. Ludwig Ammer ist seit 30 Jahren Mitorganisator der „Mittagsrast“ in der Frauenkirche und wirkt im Förderverein Bibelmobil mit. Parallel übernimmt er Besuche bei Geburtstagsjubilaren und Neuzugezogenen im Bereich der Evangelischen Innenstadtgemeinde. Auch im Förderverein des Augustum-Annen-Gymnasiums ist Ammer. Er betreut zudem Bewohner des Seniorenzentrums "Am Stadtpark" seelsorgerisch und mit regelmäßigen Andachten und Gottesdiensten.

Seine Frau Karin Ammer übernimmt seit etwa zehn Jahren die Ausgabe, Wartung und  Änderung der Chorkleidung des Augustum-Annen-Gymnasiums. Sie setzt sich außerdem für pflegende Angehörige ein und unterstützt diese unter anderem bei Behördengängen, Hospizvermittlung oder Todesfällen.

Ludwig Ammer
Ludwig Ammer © nikolaischmidt.de

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