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City-Initiative bleibt Sonntag außen vor

In Görlitz gibt es zwei Vereinigungen, die die Stadt, den Handel beleben wollen. Den kommenden Verkaufssonntag organisiert aber nur eine.

Ilona Markert ist die City-Managerin in Görlitz. Den verkaufsoffenen Sonntag organisierte sie nicht mit.
Ilona Markert ist die City-Managerin in Görlitz. Den verkaufsoffenen Sonntag organisierte sie nicht mit. © André Schulze

Ende März hatte Corona den Görlitzer Händlern noch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Frühlingsfest musste abgesagt werden. Nun soll das Herbstfest dem geplagten Einzelhandel auf die Sprünge helfen: Am Sonntag öffnen die Geschäfte in der Innenstadt, aber auch weiter "außen".

"Wir haben viel Arbeit und Zeit investiert, damit Kunden und Gäste etwas erleben können", so Frank Reimann vom Händler-Aktionsring Görlitz. Dazu gehörte unter anderem, dass ein Hygienekonzept erarbeitet werden musste. Der Landkreis hat das inzwischen bestätigt, dem verkaufsoffenen Sonntag steht demnach nichts entgegen.

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Hygienekonzept vom Kreis bestätigt

Unter anderem bedeutet das: Laut Hygienekonzept werden die Stände auf dem Marienplatz auseinandergezogen und mit Abstand zueinander aufgebaut. An den Ständen müssen die Kunden den Mindestabstand einhalten. "Wenn dieser nicht gewährleistet werden kann, dann bitte Maske tragen", so Frank Reimann. Dies diene schließlich der eigenen Sicherheit und der der anderen Besucher. Und: "Wir rufen alle Gäste auf, sich an die geltenden Hygienevorschriften zu halten."

Während in der Innenstadt unter anderem das Herbstfest auf dem Marienplatz stattfindet, beteiligt sich auch die so genannte grüne Wiese an dem Tag. Neben Porta ist der Neißepark geöffnet.  "Am Freitag beginnen die Vorbereitungen zum verkaufsoffenen Sonntag", schildert Sevket Demir, Chef des Marktkomplexes im Görlitzer Norden. 

City-Initiative nicht eingebunden

Organisiert wird der verkaufsoffene Sonntag vom Verein Aktionsring. Seit 1994 versucht  der den Görlitzer Einzelhandel mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen, mit Treffen der Händler und, und, und zu beleben. Inzwischen hat der Aktionsring eine Art Konkurrenz bekommen: die City-Initiative mit ihrer City-Managerin Ilona Markert. Vor allem Immobilien-Eigner sind in der relativ neuen Organisation versammelt. Auch sie möchten, dass die Innenstadt aufblüht.

Beim anstehenden verkaufsoffenen Sonntag allerdings bleibt die City-Initiative außen vor. "Wir sind nicht eingebunden worden", so Ilona Markert knapp. Dabei kennt sie ebenfalls die Probleme, mit denen die Händler nach dem Lockdown zu kämpfen haben. "Aber vor allem bedingt durch die wieder kommenden polnischen Kunden und dem im Vergleich zum Vorjahr höheren Aufkommen an Touristen, ist der aktuelle Trend insgesamt positiv", schätzt Frau Markert ein.

Erlebnistage für die Innenstadt geplant

Die City-Initiative habe "vielfältige Ideen", wie die Situation der Händler verbessert werden könnte. "Beispielsweise werden wir in Kürze auf unserer Webseite eine Online-Umfrage starten, um zu erfahren, wo den Händlern und Gewerbetreibenden der Innenstadt besonders der Schuh drückt", so Ilona Markert. Daraus soll dann abgeleitet  werden, was die City-Initiative konkret anpacken möchte.  "Eine andere Idee ist die Einführung von einigen Erlebnistagen in der Innenstadt, mit einem innovativen Mix aus Kultur, Erlebnis und Einkaufen", sagt Ilona Markert. Dies solle ein Ansatz sein, der über die Stadt und den Landkreis Görlitz hinaus ausstrahlen soll.

Vorbereitungen für Lichterglanz

Der Aktionsring wiederum bindet voller Absicht nicht nur die Innenstadt, sondern auch die Einkaufsmärkte am Rande der Stadt in seine Planungen ein - und stößt damit auf Zustimmung der Kollegen dort. So warten am Sonntag im Neißepark zum Beispiel über 40 Geschäfte und Gastronomieanbieter auf Kundschaft. Und: Es gibt Aktionen auf dem Parkplatz unter dem Motto "Chillen, Grillen, Action".  Ob die "grüne Wiese" mit in die künftigen Görlitzer Handelspläne eingebunden werden soll, ist eine der Differenzen zwischen Aktionsring und City-Initiative. Ob die beiden Organisationen irgendwann zusammengehen, bleibt offen. Der Aktionsring jedenfalls denkt schon an den Lichterglanz. Die Vorbereitungen für den 24. Oktober laufen, so Frank Reimann.

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