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Droht Ostern wieder der Mega-Grenzstau?

Polen ist Corona-Hochinzidenzgebiet. Das Land verschärft die Einreisebedingungen. Die Bundespolizei Ludwigsdorf reagiert, kann aber nur beobachten.

So sah es vor einem Jahr auf der Autobahn aus, ein Superstau. Jetzt verschärft Polen wieder wegen Corona die Einreisebedingungen.
So sah es vor einem Jahr auf der Autobahn aus, ein Superstau. Jetzt verschärft Polen wieder wegen Corona die Einreisebedingungen. © Nikolai Schmidt

Wer nach Polen einreist, wird jetzt kontrolliert. Wer aus dem Schengenraum kommt, muss einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, heißt es vom Auswärtigen Amt. Ansonsten sind zehn Tage Quarantäne Pflicht. Wie genau die Kontrollen an der Grenze aussehen, welchen Umfang sie haben, darüber gibt es noch keine genauen offiziellen Angaben. Droht nun wieder ein Mega-Stau auf der Autobahn wie vor einem Jahr?

Damals hatte ein kompliziertes Fragebogensystem den Grenzverkehr auf der Autobahn lahmgelegt. Bis zu 60 Kilometer stauten sich die Laster auf beiden Fahrspuren in Richtung Westen. "Wir haben die Situation im Blick", sagt heute Michael Engler, Sprecher der Bundespolizei in Ludwigsdorf. Ob es zu einem neuen Superstau kommen wird, dass kann hier auch noch niemand sagen. "Es hängt davon ab, wie die neuen Regelungen in Polen umgesetzt werden", sagt Michael Engler. Ausschließen könne man nichts.

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Bundespolizei schaut jetzt genauer hin

So oder so: Die Streifentätigkeit im Grenzgebiet werde angesichts der Lage im Nachbarland intensiviert. Von stationären Grenzkontrollen könne aber noch keine Rede sein, so Michael Engler. "Das könnte passieren, wenn Polen als Mutationsgebiet eingestuft wird. Wir sind auf jeden Fall auch darauf vorbereitet, können jederzeit die Schlagbäume runterlassen", sagt der Bundespolizeisprecher. Das gelte sowohl für die Autobahn als auch für die Stadtbrücke in Görlitz. Entschieden wird das aber letztendlich an anderer Stelle auf politischer Ebene und nach der Einschätzung des Robert-Koch-Institutes.

Lkw-Lenker von Testpflicht ausgenommen

Laut Auswärtigem Amt sind "Berufskraftfahrer und Personal des Güter- und Personenverkehrs" von der Testpflicht ausgenommen, Stand Dienstag. Allerdings müsse ein "Nachweis über den Reisegrund" vorgelegt werden. Das gelte auch für "Personen, die aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen die Grenze überschreiten". Auch bereits gegen Corona geimpfte - mit einem in der EU zugelassenem Impfstoff - oder jene, die die Krankheit bereits hinter sich haben und das nachweisen können, sind von der Testpflicht ausgeschlossen. Wer in Quarantäne muss, kann einen Test in Polen nachholen.

Mit Stand vom Dienstag wurden in Niederschlesien 2.110 Corona-Neuinfektionen gemeldet. In den Krankenhäusern stehen in den Corona-Abteilungen 2.997 Betten bereit. Davon waren am Montag 2.456 belegt. Von den 284 Beatmungsgeräten waren 256 im Einsatz. Seit Beginn der Pandemie haben sich laut der Regionalzeitung Gazeta Wroclawska in der Nachbarregion über 150.000 Menschen mit dem Virus infiziert. (mit kpl)

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