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Grünes Licht für Altenheim-Umbau

Die Arbeiterwohlfahrt kann das Zentralhospital in Görlitz nicht nur sanieren, sondern auch einen Neubau errichten - nach langen Debatten.

Der Blick auf die Rückseite des Altenheims der Arbeiterwohlfahrt in der Görlitzer Stadtmitte. Schön ist das weiträumige Freigelände zu sehen. Der Neubau schließt an den rechten Flügel an.
Der Blick auf die Rückseite des Altenheims der Arbeiterwohlfahrt in der Görlitzer Stadtmitte. Schön ist das weiträumige Freigelände zu sehen. Der Neubau schließt an den rechten Flügel an. © André Schulze

Vor mehr als 20 Jahren erfuhr das Altenheim im Görlitzer Zentralhospital in der Innenstadt West seinen letzten großen Umbau. Nun hat die Zeit die damalige Einrichtung von 16 Einzel- und 32 Doppelzimmern überholt. Die Arbeiterwohlfahrt als Betreiberin des Heimes im historischen Bau an der Krölstraße, das 1863 als Hospital eingeweiht wurde, hat große Pläne. Sie sind jetzt auch vom Stadtrat nach einer notwendigen, aber langwierigen Genehmigungsphase in einem Bebauungsplan festgehalten. Dem Plan gab der Stadtrat bei einer Gegenstimme von CDU-Fraktionschef Dieter Gleisberg und fünf Enthaltungen seinen Segen.

Die Arbeiterwohlfahrt plant einen dreigeschossigen Neubau in dem weitläufigen Gartengelände des Heimes, entlang des Lutherplatzes, der über eine Brücke mit dem Altbau verbunden sein wird. Wichtigstes Ziel: Künftig wird jeder Senior in einem Einzelzimmer mit kleiner Einbauküche sowie Badezimmer wohnen und leben. Das ist heutzutage Standard. Hinzu kommen Gemeinschaftsräume. 84 Pflegeplätze soll die Einrichtung künftig haben, nicht mehr als jetzt auch schon. 

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Heftige Debatten über den Neubau sind jetzt beendet

Zunächst ist der Neubau an der Stelle geplant, wo die grüne Holzbaracke der Nieskyer Firma Christoph & Unmack steht. Die Hälfte der Bewohner wird dorthin umziehen. Anschließend ist die Sanierung der beiden Flügel des Altbaus vorgesehen. Der eine wird weiterhin als Altenheim genutzt, der andere bietet künftig Platz für die Verwaltung, den ambulanten Pflegedienst und eine Tagespflege. Erstmals hatte die Awo vor mittlerweile zwei Jahren die Pläne öffentlich gemacht.

Und damit auch heftige Debatten hervorgerufen. Denn es ist bis heute umstritten, ob der Lutherplatz als städtebauliches Ensemble an dieser Stelle einen Neubau verträgt. Die Zweifel daran sind auch die Gründe für die meisten Enthaltungen und die Gegenstimme im Stadtrat. Andererseits bleibt mit dem Neubau ein zentrales Altenheim in der Stadtmitte erhalten. Und der Bebauungsplan legt detailreich fest, wie der Neubau gestaltet sein muss, damit er sich in das Umfeld gut einpasst und es nicht dominiert. Der Streit ist somit erst einmal beigelegt. 

Nun muss die Arbeiterwohlfahrt die Bauplanung überarbeiten, ursprünglich hatte Awo-Chef Dirk Reinke mit einem Baubeginn in diesem Jahr gerechnet. 

Diese Baracke am Lutherplatz muss dem Neubau weichen.
Diese Baracke am Lutherplatz muss dem Neubau weichen. © Nikolai Schmidt

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