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Was wird nur aus dieser Ruine in Görlitz?

Das frühere Kassenhäuschen der Diskothek "Zwei Linden" ist kaum wiederzuerkennen. Doch bald beginnt der Wiederaufbau.

Der frühere Pavillon für den Kartenvorverkauf an der Görlitzer Diskothek "Zwei Linden" ist weitgehend abgerissen worden. Nun beginnt der Wiederaufbau zu einem Cafe/Bierlokal.
Der frühere Pavillon für den Kartenvorverkauf an der Görlitzer Diskothek "Zwei Linden" ist weitgehend abgerissen worden. Nun beginnt der Wiederaufbau zu einem Cafe/Bierlokal. © Sebastian Beutler

Viel ist nach den Entrümpelungs- und Abrissarbeiten von dem  früheren Kassenhäuschen der legendären Diskothek "Zwei Linden" im Görlitzer Stadtteil Rauschwalde nicht übrig geblieben. Doch bald soll es wieder ganz anders werden.

Stefanie Knerr will Ende September mit dem Wiederaufbau des Gebäudes beginnen. Einst war hier ein Biergarten, später unterhielt ihre Großmutter Helene Diener einen Kiosk in dem Gebäude. Zu Disko-Zeiten nutzte Albert Hille, der Betreiber der "Zwei Linden", das Gebäude als Kartenverkaufsstelle. Endlos zogen sich die Reihen der Wartenden, wenn eine der namhaften DDR-Bands wie Puhdys, City oder Karat kamen oder die Faschingstage vor der Tür standen.

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Bei den Abrissarbeiten von Stefanie Knerr in den vergangenen Wochen wurden auch Denkmalteile geborgen, die beim Wiederaufbau des völlig ruinösen Gebäudes verwendet werden sollen. Glanz verlieh einst dem Gebäude ein Säulengang zum Park hin. 

Stefanie Knerr im vergangenen Jahr in den "Zwei Linden" mit dem heutigen Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu.
Stefanie Knerr im vergangenen Jahr in den "Zwei Linden" mit dem heutigen Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu. © Pawel Sosnowski/pawelsosnowski.c

Verläuft der Bau wie geplant, könnte bereits im Frühjahr hier ein kleines Lokal aufmachen. Ob es ein Café wird oder ein kleiner Biergarten oder einfach beides zusammen, darüber stimmt sich Eigentümerin Stefanie Knerr gerade mit den künftigen Pächtern ab. Für Steffi Knerr aber ist es das bislang sichtbarste Zeichen nach außen, dass sie es mit der Wiederbelebung der "Zwei Linden" ernst meint.

Ihre Pläne erstmals vorgestellt hatte sie im Juni vergangenen Jahres, mitten auf dem Höhepunkt der OB-Wahl. Der damalige CDU-Bewerber und heutige Oberbürgermeister Octavian Ursu erkundigte sich vor Ort über die Pläne und sicherte der Lehrerin, die an der Deutschen Schule in Prag unterrichtet, ihre Unterstützung zu.  Anschließend gab es auch viele Gespräche zwischen der Eigentümerin und Rauschwalder Einwohnern. Das Ziel von Frau Knerr: Die "Zwei  Linden" sollen wieder die gute Stube des Görlitzer Stadtteils werden.

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