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Vier neue Verdachtsfälle auf Schweinepest

Die Suche nach toten Tieren im Kreis Gölitz ist jetzt abgeschlossen, der Zaunbau geht weiter. Ein Brennpunkt: der Truppenübungsplatz.

Ehrenamtliche Mitglieder des Technischen Hilfswerkes und Soldaten der Bundeswehr errichten einen festen Zaun in einem Wald nahe der Neiße.
Ehrenamtliche Mitglieder des Technischen Hilfswerkes und Soldaten der Bundeswehr errichten einen festen Zaun in einem Wald nahe der Neiße. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild

Die Suche nach toten Wildschweinen, die sogenannte Fallwildsuche ist beendet - zumindest im zivilen Bereich des Kreises. Denn ein großer Teil des Gebietes, in dem möglicherweise noch von der Afrikanischen Schweinepest infizierte Tiere gefunden werden könnten, liegt auf dem Truppenübungsplatz. Dort soll die Suche am Freitag abgeschlossen werden.

Insgesamt waren 170 Helfer im Zivilbereich im Einsatz, hiesige Jäger, Technisches Hilfswerk, Freiwillige Feuerwehren, der Staatsbetrieb Sachsenforst, die Bereitschaftspolizei und die Bundeswehr. Zuletzt gab es noch zwei Funde, an denen die Schweinepest nachgewiesen werden konnte, hieß es am Dienstag im Technischen Ausschuss des Kreistages. Es handelte sich dabei um einen Vorderlauf und einen Hinterlauf eines Wildschweins. Die Fundorte liegen ganz in der Nähe der Stelle, wo ein infiziertes Schwein geschossen wurde, etwa zwei bis vier Kilometer entfernt, im Ortsteil Pechern der Gemeinde Krauschwitz. Deshalb gehen die Experten davon aus, dass es sich um Teile des infizierten Schweines handelt, die von anderen Tieren weggeschleppt wurden.

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Wichtigste Waffe gegen die Pest ist ein Zaun

Insgesamt fanden die Helfer bei der Suche 18 tote Wildschweine. Und: Es gibt noch vier Fälle, in denen es zumindest den Verdacht auf das Virus gibt. Zunächst waren es nur zwei, aber vor kurzem wurden noch zwei tote Schweine aus der Neiße geborgen. Für die Suche nach den toten Schweinen wurden militärische Karten zur Verfügung gestellt, die die Region in Planquadrate einteilen.

Laut Landkreisverwaltung ist ein fester Zaun eine der wichtigsten Maßnahmen, um eine Ausbreitung der Schweinepest zu verhindern. Das sieht offensichtlich die Bundeswehr ähnlich. Sie hatte zunächst einen mobilen Elektrozaun um den Truppenübungsplatz gezogen, ersetzt ihn aber jetzt durch einen festen Zaun. Mitte Dezember soll er fertig sein.

Inzwischen will sich auch die EU über den aktuellen Stand der Dinge informieren. An diesem Donnerstag soll es eine Videokonferenz des Kreises mit EU-Kommissaren zu dem Thema geben. Danach soll sich auch entscheiden, wie weiter mit dem Problem der Afrikanischen Schweinepest umgegangen wird.

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