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Polizei greift Flüchtlinge auf und nimmt drei Schleuser fest

101 Vertriebene hat die Bundespolizei bei Görlitz, Kodersdorf, Horka und Weißwasser gefunden. Damit steigt die Gesamtzahl seit August auf über 600.

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Symbolbild © dpa

Ludwigsdorfer Bundespolizisten haben von Freitag bis einschließlich Sonntag 101 geschleuste Personen in Gewahrsam genommen und drei Schleuser festgenommen. Darüber informiert Bundespolizei-Sprecherin Ivonne Höppner.

Am Freitag stellten die Beamten im Raum Görlitz, Kodersdorf, Bad Muskau und Weißwasser insgesamt acht Iraker, eine Irakerin, drei Iraner und neun Syrer fest. Am Sonnabend wurden 27 Iraker, 26 Jemeniten und ein Syrer in Gewahrsam genommen. So wurden nach einem Bürgerhinweis, im Bereich Kodersdorf in einem Waldstück, 25 Iraker festgestellt und in Gewahrsam genommen. Bei einer Kontrolle in Görlitz eines polnischen Kia Carneval stellten die Beamten vier Männer aus dem Jemen und einen Syrer fest, die nicht im Besitz gültiger Reisedokumente waren. Der 28-jährige ukrainische Fahrer wurde wegen Einschleusen von Ausländern vorläufig festgenommen.

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Einen weiteren Schleuser stellten die Beamten an der Stadtbrücke in Görlitz fest. Zuvor reiste dieser mit seinem in Polen zugelassenen Mazda 5 ein. Bei der Kontrolle wies sich der 32-jährige ukrainische Fahrer mit seinem gültigen ukrainischen Reisepass aus. Im Fahrzeug befanden sich acht Männer aus dem Jemen. Zur Kontrolle wiesen sie sich mit ihren jemenitischen Reisepässen aus. Gültige Aufenthaltstitel oder Visa hatten sie nicht.

Der Fahrer wurde festgenommen. Ebenfalls in Görlitz wurde ein georgischer Schleuser festgenommen. Der 31-Jährige war Fahrer eines polnischen Skoda Fabia. Seine Mitfahrer, vier Männer aus dem Jemen, besaßen keine gültigen Reisedokumente. Auch in diesem Fall wurde der Georgier wegen Einschleusen von Ausländern festgenommen.

Am Sonntag wurden im Raum Görlitz und Horka insgesamt 13 Iraker, neun Jemeniten, drei Sudanesen sowie ein Ägypter festgestellt, die unerlaubt in das Bundesgebiet eingereist waren.

Zu einem Großteil der Aufgriffe führten Bürgerhinweise, die bei der Inspektion Ludwigsdorf und der Polizeidirektion Görlitz eingegangen waren. Die zwei ukrainischen Schleuser sowie der georgische Schleuser wurden nach Polen, einhergehend mit einem vierjährigen Einreiseverbot, nach Polen abgeschoben.

Nach Zählungen der SZ lag Gesamtzahl der Flüchtlinge, die seit August im Bereich Ludwigsdorf aufgetaucht sind, zuletzt bei 500 - mit den neusten Aufgriffen steigt sie nun auf 601.

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