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Polizisten schicken Umzugshelfer ins Gefängnis

Gegen den Mann, den die Polizei in Görlitz erwischte, lag ein Strafbefehl vor. Sein Begleiter war nach eigenen Angaben aus Versehen nach Deutschland eingereist.

Symbolbild
Symbolbild © Archiv/Friso Gentsch/dpa

Zwei polnische Bürger hatten den eigenen Angaben nach einem Bekannten bei dessen Umzug innerhalb Deutschlands geholfen. Nach der Kontrolle am Stadtpark durch Bundespolizisten in der Nacht zum Mittwoch wurde einer der Umzugshelfer zu einem Fall für die Bundespolizei, der andere für die Justizvollzugsanstalt, so ein Bundespolizeisprecher. 

Die 33 und 39 Jahre alten Männer waren in der Nacht zum Mittwoch kontrolliert worden. Dabei saßen beide als Mitfahrer in einem polnischen Kleintransporter, den Bundespolizisten am Görlitzer Stadtpark gestoppt hatten.

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Dem 33-Jährigen war vor zwei Jahren das Recht auf Einreise und Aufenthalt entzogen worden. Er hätte demnach bis Anfang 2024 gar nicht nach Deutschland einreisen dürfen. Er erklärte dazu später, dass er zwar von dem Einreiseverbot wusste, er aber nicht mitbekommen habe, dass er sich auf deutschem Territorium befinde. Das habe er aus Versehen betreten, um dem Fahrer des Transporters bei seinem Umzug zu unterstützen. Gegen ihn wurde Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Freizügigkeitsgesetz erstattet, anschließend wurde er nach Polen zurückgeschoben.

Für den 39-Jährigen endete der Ausflug in die Neißestadt im Gefängnis. Bei der Kontrolle war ans Licht gekommen, dass das Amtsgericht Görlitz vor über vier Jahren einen Strafbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis erlassen hatte, der Verurteilte die Geldstrafe aber bis dato nicht bezahlte. Die 500 Euro, die zur Abwendung der Freiheitsstrafe fällig gewesen wären, fehlten schließlich auch am Mittwoch. (SZ)

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