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Sommer-September verwöhnt Görlitz

Erst sonnig und warm, dann Regen und Temperatursturz: Der September bot vieles in Görlitz. Aber zu trocken war er nicht.

Einen lauen Spätsommerabend hatte die Aufführung der Carmina Burana auf und am Berzdorfer See erwischt.
Einen lauen Spätsommerabend hatte die Aufführung der Carmina Burana auf und am Berzdorfer See erwischt. © Nikolai Schmidt

Der September 2020 verwöhnte wochenlang mit sonnigem Wetter. Die ersten drei Wochen zeigten sich unter Hochdruckeinfluss meist spätsommerlich warm. Wer hier in Deutschland Ferien machte, hatte überwiegend schönes Urlaubswetter. Erst zum Monatsende sorgte ein Großwetterlagenwechsel pünktlich zum astronomischen Herbstanfang für kühle und nasse Witterung. 

Unter dem Strich war der erste klimatologische Herbstmonat zu warm und sehr sonnig - verglichen mit vieljährigen Mittelwerten. Das meldet der Deutsche Wetterdienst nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen.

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Sachsen lag im September auf der Sonnenseite. "Es war das Bundesland mit den meisten Sonnenscheinstunden - 225", informiert Mareen Wegener vom Deutschen Wetterdienst. Das sind immerhin 77 Stunden mehr als gewöhnlich. Görlitz belegte mit 220,4 Stunden Sonnenschein einen Spitzenplatz. Die Durchschnittstemperatur erreichte in Sachsen 15,0 Grad Celsius. Das waren 1,6 Grad Celsius mehr als die langjährigen Mittelwerte. 

Regenwerte leicht unter dem Durchschnitt

In Görlitz war es sogar noch etwas wärmer. Die Tagesmitteltemperatur lag hier bei 15,4 Grad Celsius. Der Spitzenwert wurde mit 30,4 Grad Celsius gemessen. Zum Vergleich: Im gleichen Monat 2019 lag der Spitzenwert bei 31,2 Grad Celsius.  Die Tagestemperatur, also die Durchschnittstemperatur von Tag und Nacht zusammen, lag in Görlitz im  Minimum bei 10,9 Grad Celsius, im Maximum bei 20,9 Grad. 

Die Niederschläge der letzten Septembertage fühlten sich für einige Menschen zwar reichlich an, lagen mit 54,7 Litern pro Quadratmeter aber noch leicht unter dem sächsischen Durchschnitt von 55 Litern pro Quadratmeter. Im Vergleich zum September  2019 gab es in diesem Jahr in Görlitz sogar reichlich 20 Liter Regen mehr. 2018 dagegen gab es 52,2 Liter Regen im September - und das waren 101 Prozent vom Normalwert.

An die Niederschläge vom August konnte der September in Görlitz allerdings nicht anknüpfen. Hier wurden an der Wetterstation Görlitz für August immerhin knapp 130 Liter Regen auf den Quadratmeter erfasst. Damit war der August bislang der regenreichste Monat des Jahres. Am wenigsten Niederschlag gab es in diesem Jahr bislang im April. In Görlitz wurden damals nur 2,4 Liter gemessen.

Einen blühenden Apfelbaum vor einem Maisfeld fanden Spaziergänger in der Nähe von Petershain. Seine "Nachbarn" tragen alle Äpfel.
Einen blühenden Apfelbaum vor einem Maisfeld fanden Spaziergänger in der Nähe von Petershain. Seine "Nachbarn" tragen alle Äpfel. © Carmen Schumann

Wunder in der Natur

Das warme und sonnige Spätsommerwetter sorgte im September für so manches kleine Wunder in der Natur. In Petershain bei Niesky brachte ein Apfelbaum zum Beispiel eine ganze Menge Blüten hervor, während beim Nachbarbaum die Äpfel kurz vor der Ernte standen. Auch die Pilzsucher kamen zum Teil auf ihre Kosten. Der Regen ließ die Früchte des Waldes sprießen. Allerdings nicht in den Mengen und Sorten, die sich Pilzsucher wünschen.

Obwohl der Herbst mittlerweile auch in Ostsachsen angekommen ist, verspricht er für die nächsten Tage noch angenehme Temperaturen von um die 20 Grad in den Spitzenwerten.

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