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Mysteriöser Lkw-Unfall im Wald

Die Sicherheitsbehörden rätseln, was am Spitzberg bei Görlitz in der Nacht auf Dienstag geschehen ist. Was bislang bekannt ist.

Dieses Bild bot sich den Rettungskräften am Dienstag in einem Wald bei Deutsch-Paulsdorf.
Dieses Bild bot sich den Rettungskräften am Dienstag in einem Wald bei Deutsch-Paulsdorf. © Danilo Dittrich

Polizei, Krankenwagen und ein Großaufgebot der Feuerwehr rollen am Dienstagvormittag durchs Dorf. Die Deutsch-Paulsdorfer sind beunruhigt. „Was ist da Schlimmes passiert, ging mir durch den Kopf“, erzählt eine Anwohnerin. Wenige Zeit später hatte sich im Ort herumgesprochen, dass ein mysteriöser Unfall passiert sein soll.

Fünf Feuerwehren im Einsatz

Die Mobilmachung bestätigt der Görlitzer Polizeisprecher Sebastian Ulbrich. „Fünf Feuerwehren waren im Einsatz, Rettungskräfte und Polizei“, sagt er. Ein Deutsch-Paulsdorfer Anwohner hatte den Notruf gewählt und mitgeteilt, dass ein voll beladener Lkw umgekippt ist. Das Fahrzeug lag am Waldrand beim Spitzberg an einem abseitigen Grundstück in Ortsrandlage und war wohl eher zufällig entdeckt worden.

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Brisanter Einsatz: Ist dem Fahrer was geschehen?

Ein recht brisanter Einsatz, wie sich herausstellte. Dem Rettungsteam bot sich ein Bild, das auf den ersten Blick das Schlimmste vermuten ließ: Bei dem in voller Breitseite umgekippten Lkw sei die Zündung an gewesen, was zur Annahme führte, der oder die Fahrer könnten unter dem Fahrzeug eingequetscht sein. So schildert das der Pressesprecher. Ein Teil der Ladung – kräftige Baumstämme – waren außerdem heruntergerollt.

Niemand wusste im ersten Moment, ob Menschen in Gefahr und möglicherweise schwer verletzt seien, so Sebastian Ulbrich. Schnell habe sich allerdings herausgestellt, dass zum Glück kein Menschenleben in Gefahr gewesen ist. Denn plötzlich tauchte der Fahrer des Lkw, ein 35-jähriger Ukrainer, auf. Vermutlich habe der in der Nähe übernachtet. Wo allerdings, bleibt offen. 

Hat der Fahrer die Nacht im Wald verbracht?

Denn bereits in der Nacht soll nach Zeugenangaben der Lkw an dem Grundstück gelegen haben. Weshalb es da noch keine Hinweise an die Polizei gab, ist noch nicht geklärt. Angaben gibt es aktuell auch nicht darüber, ob die Grundstückseigentümer den Unfall überhaupt bemerkt hatten. „Zum Unfallhergang kann noch nichts gesagt werden“, sagt der Polizeisprecher. 

Nur so viel steht fest: Der Lkw war zugelassen und gehört zu einer polnischen Firma. Die Bergung gestalte sich aufgrund des unwegsamen Geländes und des vom Regen aufgeweichten Bodens als schwierig. Ein Holtendorfer Abschleppunternehmen ist mit schwerem Gerät vor Ort, um den Lkw wieder in die Waagerechte zu bringen. Die Polizei ermittelt nun, wie es zu dem Unfall gekommen ist.

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