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Wie es zum mysteriösen Lkw-Unfall bei Görlitz kam

Mitten im Forst kippte ein Laster einfach um. Die Polizei weiß jetzt, was die Spedition falsch gemacht hat.

Mysteriös war der Unfall eines Transporters am Spitzberg bei Görlitz. Doch nun ist alles klar.
Mysteriös war der Unfall eines Transporters am Spitzberg bei Görlitz. Doch nun ist alles klar. © Danilo Dittrich

Die Hintergründe des mysteriösen LKW-Unfalls in Deutsch-Paulsdorf sind geklärt, die Polizei hat die Ermittlungen abgeschlossen. Das bestätigt Polizeisprecher Sebastian Ulbrich auf Nachfrage der SZ und sächsische.de. 

Am Dienstag hatte ein Einheimischer die Sicherheitsbehörden über einen mit großen Baumstämmen beladenen, umgekippten LKW am Waldrand informiert. Der lag mit der Breitseite am Spitzberg. Ein Teil der Ladung war herunter gerollt. Die Zündung war an.

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Polizei, Rettungskräfte und fünf Feuerwehren mit 35-köpfiger Besatzung rückten an, weil nicht auszuschließen war, dass Menschen in Gefahr sind. Wie sich später heraus stellte, lag das Fahrzeug bereits seit der Nacht an einem privaten Grundstück in abseitiger Ortsrandlage und hatte den Zaun unter sich begraben. Verletzt wurde niemand. 

Beim Beladen kippte der Laster um - der Boden war zu weich

„Mittlerweile wissen wir, dass der ukrainische Fahrer der polnischen Spedition auf dem Forstweg Richtung Spitzberg unterwegs war“, sagt der Polizeisprecher. Das Unternehmen sei an Arbeiten im Wald beteiligt und der Laster auf Grund des unbefestigten Untergrunds nach rechts auf die Breitseite umgekippt. Warum das Fahrzeug nicht an der nächsten befestigten Straße die Ladung entgegennahm, bleibt unklar. 

Die Polizei hat den Vorfall deshalb als Ordnungswidrigkeit aufgenommen. Vermutlich komme auf den Fahrzeughalter ein Verwarngeld in zweistelliger Höhe zu, heißt es vonseiten der Polizei. Teurer ist der entstandene Sachschaden. Der betrage etwa 10.000 Euro und sei ein Fall für die Versicherung.

Ukrainer übernachtete im Auto seines Chefs

Nun steht auch fest, wo sich der Fahrer des Fahrzeugs die Nacht über aufgehalten hatte. Als das Großaufgebot an Sicherheitskräften anrückte, tauchte der plötzlich wie aus dem Nichts auf. „Er hatte im Wald in einem Firmenfahrzeug übernachtet“, sagt Sebastian Ulbrich. Der Ukrainer habe das polnische Unternehmen, dem der LKW gehört, telefonisch über den Vorfall informiert. Dessen Geschäftsführer kamen ebenfalls noch mit dazu, wie die Polizei bestätigt. 

Das Holtendorfer Abschleppunternehmen Dussa wurde geholt, um auslaufende Maschinenflüssigkeit abzupumpen. Nach Angaben von Dussa war das Erdreich kontaminiert. Die Holtendorfer trugen das Erdreich ab, entsorgten den verseuchten Boden und füllten neue Erde auf. Die polnische Spedition barg schließlich selbst ihren Lkw und transportierte ihn am Mittwoch noch ab. 

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