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Beliebtes Bad will Attraktivität erhöhen

Tausende zählt Reichenbach jedes Jahr in seinem Bad. Doch seit Langem liegt eine Anlage für Ballsport dort brach. Das soll sich nun ändern.

Das Erlebnisbad in Reichenbach ist sehr beliebt und gut besucht - selbst in Corona-Zeiten.
Das Erlebnisbad in Reichenbach ist sehr beliebt und gut besucht - selbst in Corona-Zeiten. © Archivfoto: SZ

Das Reichenbacher Bad ist ein über die Stadtgrenzen hinaus beliebtes Ausflugsziel – vor allem für Familien, die aus der Region und auch aus dem Nachbarland Polen kommen. 

Trotz der Corona bedingten Einschränkungen mit Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen kamen in dieser Saison rund 20.000 Besucher ins Bad. Die Zahl wurde im Stadtrat genannt. Für Bürgermeisterin Carina Dittrich eine erfreuliche Besucherresonanz, wie sie jetzt feststellte.

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Zum Vergleich: 2019 waren das fast 28.000 Gäste, im Rekordjahr 2018 sogar rund 35.000 Badelustige aus Nah und Fern. Die Stadt lässt sich das Bad auch viel kosten. Wie in anderen Kommunen ist es ein Zuschussgeschäft. Freibäder sind eine freiwillige und keine Pflichtaufgabe der Gemeinden. Reichenbach kämpft zudem mit einem hohen Schuldenberg. Am Bad hält die Stadt dennoch fest. Wie bereits im letzten Jahr beschloss der Stadtrat einstimmig, die 70.000 Euro Pauschale vom Freistaat für die Stärkung des ländlichen Raumes erneut zur Deckung der anteiligen Kosten zu verwenden.

Kein Geld bislang für Sanierung der Ballanlage

Die brach liegende Ballsportanlage im Reichenbacher Bad.
Die brach liegende Ballsportanlage im Reichenbacher Bad. © Constanze Junghanß

Doch die Stadt hat nur das Geld für die Öffnung des Bades, dabei müsste in der Einrichtung mehr geschehen. Denn seit zwei Jahren liegt die Funball-Anlage im Reichenbacher Bad brach, darf nicht mehr betreten werden. Die Sportart ist eine Art Tennis mit einfachen Regeln. Das Areal ist vollständig gesperrt. Der bauliche Zustand lässt keine Nutzung mehr zu. Die Fläche vermoost, ein Teil des Belages wurde bereits entfernt. Zwischen Rissen wachsen an einigen Stellen kleine Bäume.

In Betrieb genommen wurde die Anlage vor 20 Jahren. Immer wieder habe es in der Vergangenheit Anfragen von Gästen gegeben, die das Spiel gerne ausprobiert hätten, sagte Badmitarbeiter Ralf Schwarzbach in der Stadtratssitzung jüngst. Das war nicht mehr möglich. Die Kunststoffmatten sind ebenso völlig kaputt wie der Untergrund. Da ist die Asphaltschicht gerissen. Zwischenzeitliche Reparaturarbeiten des verschlissenen Belages halfen nur kurzfristig und nicht auf Dauer. Die Tore der immerhin etwa 1.000 Quadratmeter großen Anlage mussten letztlich geschlossen bleiben, was Badbesucher schade fanden.

Stadt will Förderchance für die Bad-Anlage nutzen

Das soll sich jedoch ändern. Die Stadt hat jetzt die Chance, eine hohe Förderung für die Sanierung der Anlage zu bekommen. 80.000 Euro könnten über das Leader-Programm fließen. Darüber informierte Bürgermeisterin Carina Dittrich im Stadtrat. Die Stadt Reichenbach müsste zusätzlich 20.000 Euro an Eigenmitteln aufbringen. Die Mehrheit der Stadträte hat das Projekt jetzt befürwortet, wenngleich die Anlage ausschließlich während der Badsaison von Mai bis September für die Besucher öffnet. Außerhalb dieser Zeit kann die Anlage nicht genutzt werden.

Wie hoch konkret die Auslastung in der Vergangenheit war, darüber gibt es keine genauen Zahlen. Wird die Freizeitanlage wieder instand gesetzt, ist vorgesehen, da auch weitere Sportarten wie zum Beispiel Volleyball oder Tennis anzubieten. Dazu müssten die neuen Felder anders markiert werden, was machbar sei. Geplant ist, dass die Instandsetzung bereits im nächsten Jahr erfolgt. Die Bürgermeisterin soll nun den Förderantrag beim Landratsamt stellen.

So sieht es in dem abgesperrten Areal im Reichenbacher Freibad aus.
So sieht es in dem abgesperrten Areal im Reichenbacher Freibad aus. © Constanze Junghanß

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