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Nach erster Winterdienstwoche: Kreis Görlitz kauft mehr Streusalz

Zwischen 3 Uhr nachts und 22 Uhr am Abend sind Räumfahrzeuge unterwegs - wenn es nötig ist. Am Kottmarsdorfer Berg haben sie immer zu tun.

Von Carla Mattern
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Symbolfoto
Symbolfoto © Symbolfoto: Sebastian Schultz

Die Winterdienstler aus den Straßenmeistereien des Kreises Görlitz haben die erste Einsatzwoche fast geschafft. Immer wieder Schneefall und fast durchgängig Minusgrade haben sie gefordert. Die Mitarbeiter aus den vier Kreis-Straßenmeistereien in Weißwasser, Niesky, Lawalde und Zittau sowie dem Lager für Streusalz am Stützpunkt in Reichenbach sorgen für freie Fahrt auf immerhin 1.200 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen. Auf diesen Straßenkilometern sind sie aber maximal von 3 Uhr bis 22 Uhr unterwegs. Das sei die maximale Betreuungszeit im Winterdienst, wie eine Kreissprecherin auf Nachfrage der SZ beim Hoch- und Tiefbauamt des Kreises Görlitz erfahren hat.

Je nach Wetterlage und Straßenzustand werden diese Zeiteinheiten flexibel gestaltet. In den Bereichen Neufriedersdorf, Großschweidnitz, Sohland und Dittersbach kam es in dieser Woche teilweise zu Behinderungen durch liegengebliebene Lkw an Steigungen. Allein seit der Spätschicht am Montag bis zum Dienstagnachmittag wurden ungefähr 200 Tonnen Streusalz verbraucht, um die Befahrbarkeit der Straßen zu erhalten. Aktuell sind in den Lagern der vier Straßenmeistereien noch 3.000 Tonnen Streusalz vorrätig. Die Lagerkapazität des Landkreises beträgt 4.700 Tonnen. Weil noch kein Ende der winterlichen Wetterbedingungen abzusehen ist, werde derzeit mit Lieferanten verhandelt, um die Lager aufzufüllen.

An Fahrzeugen und Winterdiensttechnik stehen den Straßenmeistereien insgesamt 13 eigene Räum- und Streufahrzeuge sowie neun fremde Räum- und Streufahrzeuge zur Verfügung. Vertraglich gebundene Fremdwinterdienstfahrzeuge sind 14 Lastkraftwagen und 13 Traktoren/Radlader aus 19 Firmen. In den vier Straßenmeistereien des Landkreises Görlitz sind derzeit 35 Mitarbeiter im Winterdienst in zwei Schichten tätig. Bei Bedarf und bei Einsatz aller eigenen Winterfahrzeuge erhöht sich die Anzahl der Mitarbeiter auf 48. Die aktuelle Mitarbeiterzahl entspricht der des vergangenen Winters 2022/2023 und hängt von der Anzahl der Winterfahrzeuge sowie Schichtleiter und anderem Personal für den Winterdienst ab.

Neuralgische Stellen sind in der Regel die stärker frequentierten Bundes- und Staatsstraßen im südlichen Teil des Landkreises, vor allem im Bereich von Steigungen wie am Kottmarsdorfer Berg. Für den Winterdienst 2022/2023 beliefen sich die Kosten auf etwa 960.000 Euro für Streusalz, Fremdfirmen und Kraftstoffe, wobei Bund und Freistaat 65 Prozent der Kosten mitfinanzieren. Für den Winterdienst im Stadtgebiet Görlitz ist mit Ausnahme der Bundesstraße B 99 die Stadt Görlitz selbst verantwortlich.