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Graffiti kosten Dresden Tausende Euro

Immer wieder muss die Stadt Schmierereien an Brücken, Schulen und Parkscheinautomaten entfernen lassen. 

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Ein Graffito an der Marienbrücke.
Ein Graffito an der Marienbrücke. © Sven Ellger

Dresden sind in den letzten Jahren immense Kosten durch illegale Graffiti entstanden. Allein im Jahr 2017 habe die Verwaltung rund 117.000 Euro für die Schadensbeseitigung ausgeben müssen, teilt das Rathaus nun auf Anfrage des CDU-Stadtrats Hans-Joachim Brauns mit.

Lediglich bei kleinen Verschandelungen werde von einer Strafverfolgung abgesehen, heißt es. Ansonsten werde in jedem Fall Anzeige gestellt. In vielen Fällen könne allerdings kein Täter ermittelt werden, sodass die Anzeigen schließlich zu den Akten gelegt werden. Die Kosten für die Schadensbeseitigungen sind in den letzten Jahren gestiegen. 2015 musste die Stadt noch etwa 60.300 Euro ausgeben, im Jahr darauf waren es rund 70.800 Euro. Wie viele Graffiti einen politischen Inhalt ausdrücken, kann die Verwaltung nicht sagen. Dies werde nicht erfasst.

Zuletzt hatten Unbekannte in der Neujahrsnacht eine Botschaft an der Mauer des Romain-Rolland-Gymnasiums angebracht. Sie richtete sich offenbar an den Schulleiter. Mit schwarzer Farbe wurde ein Konterfei und der Spruch „No Handys“ auf die Mauer geschmiert. Der Schaden ist auf etwa 300 Euro geschätzt worden. Wie in den meisten Fällen beobachtete auch hier niemand die Tat. (SZ/sr)